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Erhöhung des Fixums 
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»Das wäre ein Wortbruch, der kaum noch zu heilen ist« 

Eigentlich hatte die Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag die Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro zugesichert. Doch trotz zahlreicher Versprechen gibt es noch immer keine Gewissheit. Auf dem DAV-Wirtschaftsforum wurde einmal mehr deutlich, warum eine bessere Vergütung alternativlos ist. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 05.05.2026  15:28 Uhr
»Das wäre ein Wortbruch, der kaum noch zu heilen ist« 

Seit Jahren müssen zahlreiche Apotheken in Deutschland schließen. Mit dem GKV-Spargesetz und der darin vorgesehenen Erhöhung des Kassenabschlags kommen weitere Belastungen auf die Offizinen zu. Die Bundesregierung plant gleichzeitig eine große Apothekenreform und hat zusätzlich immer wieder eine Erhöhung des Fixums auf 9,50 Euro per Verordnung versprochen.

Was bedeuten diese Vorhaben für die Zukunft der Apotheken? Darüber wurde am Mittwoch auf dem DAV-Wirtschaftsforum diskutiert. Dazu waren Eckart Bauer (Bereichsleiter Wirtschaft und Soziales der ABDA), Hans-Peter Hubmann (Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands) und Sebastian Schwintek (Mitglied der Geschäftsleitung der Treuhand Hannover) eingeladen. Die Moderation übernahm PZ-Chefredakteur Alexander Müller

Honorarerhöhung für alle Apotheken

Hans-Peter Hubmann hob eingangs hervor, wie wichtig die Erhöhung des Fixums für die Apotheken ist. »Wir verfolgen die Erhöhung des Fixums seit Jahren und das muss auch sein. Es ist der wichtigste Anteil der Apothekenvergütung und braucht daher mindestens eine Inflationsanpassung«, so der DAV-Vorsitzende. Das oft vorgebrachte Argument, dass es keine Erhöhung mit der Gießkanne geben dürfe, wollte er nicht gelten lassen. »Jede Apotheke hat ihren Versorgungsauftrag. Große Apotheken, die viel Ertrag haben, stellen sich oft neuen Herausforderungen. Sie sind Pioniere, bieten neue Leistungen und haben viele Kunden zu betreuen.« 

Auch Sebastian Schwintek hielt die Erhöhung des Fixums für unverzichtbar. Aktuell erzielten ein Drittel der deutschen Apotheken ein Betriebsergebnis von unter 100.000 Euro. »Wenn nur die Erhöhung des Kassenabschlags käme, würde sich diese Zahl sogar auf 37 Prozent erhöhen. Doch eine substanzielle Erhöhung des Apothekenhonorars könnte diese Zahl halbieren«, erklärte der Experte für den Apothekenmarkt. Vereinzelte Apothekenschließungen seien normal, doch aktuell mache ihm gerade die geringe Zahl der Neugründungen Sorgen. Eine Honorarerhöhung könne diesen Trend umkehren. 

Hans-Peter Hubmann hoffte daher, dass die Fixumserhöhung in den kommenden Monaten tatsächlich kommt. »Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn das nicht kommt, dann ist das Vertrauen der Apotheken endgültig zerstört. Es wurde uns zigmal von diversen Seiten versprochen. Das wäre ein Wortbruch, der kaum noch zu heilen ist«, sagte der DAV-Vorsitzende. 

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