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Deutscher Apothekertag 2023
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Das sind die Themen

Der Deutsche Apothekertag ist das berufspolitische Highlight der Apothekerinnen und Apotheker. In diesem Jahr stehen große Fragen wie Versorgungssicherheit, Digitalisierung, wirtschaftliche Stabilisierung der Vor-Ort-Apotheken und Stärkung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung im Fokus.

Mehr Geld für höheren Aufwand

Auch die Abgabe von Arzneimitteln, »die einen erhöhten Aufwand in der Beschaffung, Beratung et cetera erfordern«, soll gesondert vergütet werden, fordert der AV Nordrhein in einem Antrag. Dies könne durch eine Honorarerhöhung der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) geschehen oder indem eine gesonderte kostendeckende Servicegebühr festgelegt werde.

Um einen erhöhten Aufwand und dessen Honorierung geht es auch der LAK Baden-Württemberg in zwei Anträgen. Zum einen fordert sie, dass die Apotheken am Einsparvolumen partizipieren, das den Kassen durch die von den Apotheken umgesetzten Rabattverträge gewährt wird. Denn die Apotheken hätten den gesamten technisch-administrativen Aufwand zur Umsetzung der Verträge zu leisten und daraus resultierende Retaxationsrisiken zu tragen. Der Umsetzungsaufwand und daraus resultierende Personal- und Sachkosten würden aber nicht erstattet. Ein »krasses Missverhältnis«, finden die Antragsteller und fordern, dass die Apotheken am Einsparvolumen beteiligt werden.

Ebenso solle der apothekerliche Aufwand für den Einzug der Zuzahlungen honoriert werden. Zur Begründung heißt es: Die Krankenkassen sparten durch die Zuzahlungen, die von Apotheken eingezogen werden müssen, mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr, Tendenz steigend, »während der mit der Einziehung der Beträge im Apothekenalltag verbundene und aktuell nicht vergütete Aufwand (etwa Klärung des Zuzahlungsstatus, Rücksprache mit Arzt oder Krankenkasse, Korrektur, Einzug bei Heimpatienten und Rechnungskunden, schriftliche Zahlungsaufforderungen und Maßnahmen bei Zuzahlungsverweigerung et cetera) ausschließlich in den Apotheken entsteht«.

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