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Pharmapolitik
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»Auf die Politik zu warten, ist zu riskant«

Beim gestrigen Panel »Gesundheitswirtschaft als Kostenfaktor oder Zukunftsindustrie« wurde unter anderem über die Entwicklungen in der Pharmabranche debattiert sowie über die Rolle, die die Politik einnehmen sollte, um die Branche wieder zu internationalem Erfolg zu führen.
AutorKontaktAlexandra Amanatidou
Datum 23.10.2026  12:20 Uhr

Ressortübergreifende Abstimmungen

Karl Broich warb für das BfArM-Portal, mit dem die Pharmahersteller vom zusätzlichen Herstellerabschlag befreit werden können. Der Rabatt der Pharmaunternehmen an die Krankenkassen wird ab 2027 von 7 auf 15,5 Prozent erhöht. Dies sieht das im Juli in Kraft getretene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vor. Broich sprach sich außerdem für mehr Zusammenarbeit zwischen den Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen aus.

Auch Matthias Meergans wünscht sich ressortübergreifende Abstimmungen. Dies sei zwar das Gegenteil von schnell, dennoch effizient. Vor der Paneldiskussion hielt der Geschäftsführer von vfa auch einen kurzen Vortrag. Darin erklärte er, dass Deutschland durch den Druck aus den USA und die rasanten Entwicklungen in China »enorm klein« geworden ist. »Wir müssen aufpassen, nicht noch mehr Boden zu verlieren.«

Er sieht jedoch auch Gründe für Mut und Optimismus. Deutschland sei »top« in den Grundlagenwissenschaften und habe hohes Potenzial. Mit der aktuell besprochenen Standortklausel würden außerdem Optionen geschaffen, die den Standort attraktiver gestalten und Investitionen nach Deutschland bringen könnten. Auch die Hightech-Agenda sei eine gut gemeinte Maßnahme. Damit will das Forschungsministerium Biotechnologie in Deutschland stärken. In der Deregulierung gebe es Fortschritte. Ein gutes Beispiel sei das Medikament Daraxonrasib zur Behandlung von Pankreaskrebs. Im Juli kündigte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) ein beschleunigtes Zulassungsverfahren an. Nun liegt die Zulassungsempfehlung für die EU vor.

Im Rahmen des 25. Europäischen Gesundheitskongresses diskutierten Vertreter der Pharmaindustrie über die Zukunft des Pharmastandorts Deutschland. Der Kongress wurde von der Beratungsfirma WISO S. E. organisiert und fand in München statt.

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