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Notfallkontrazeptiva
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900.000-mal »Pille danach« in Apotheken abgegeben

Vor mehr als zehn Jahren wurde die »Pille danach« aus der Rezeptpflicht entlassen. Seitdem ist die Zahl der Abgaben in Apotheken deutlich gestiegen, wie die ABDA bilanziert.
AutorKontaktPZ
Datum 21.10.2026  10:50 Uhr

Laut der jährlichen ABDA-Statistik »Zahlen, Daten, Fakten«  wurden im Jahr 2025 insgesamt 898.000 Notfallkontrazeptiva in öffentlichen Apotheken im Jahr 2025 abgegeben. Als die »Pille danach« vor zehn Jahren erstmals rezeptfrei erhältlich war, waren es noch 662.000 Packungen.

Sowohl im Jahr 2015 als auch im Jahr 2025 waren die meisten abgegebenen Packungen rezeptfrei. Es wurden jeweils 467.000 beziehungsweise 871.000 Packungen ohne Rezept abgegeben. Auch die Zahl der Kassen- und Privatrezepte hat sich deutlich verändert. Während im Jahr 2015 noch 49.000 Packungen mit Kassenrezept und 146.000 Packungen mit Privatrezept verkauft wurden, waren es im Jahr 2025 nur noch 8000 Packungen mit Kassenrezept und 19.000 Packungen mit Privatrezept.

Zwei Wirkstoffe sind verfügbar: Levonorgestrel (etwa Pidana, Levonoraristo, Postinor, Unofem Hexal) und Ulipristalacetat (etwa Ellaone, Lencya, Ulipristal Aristo). Grundsätzlich gilt: Beide Wirkstoffe sind eine Option für den Notfall. Eine häufigere Anwendung beziehungsweise mehrfache Anwendung innerhalb eines Zyklus ist nicht vorgesehen.

Laut ABDA gehen andere Kontrazeptiva »zehnmal so oft über den Handverkaufstisch«. Diese zählten im Jahr 2025 knapp zehn Millionen. Davon waren knapp sieben Millionen Einkäufe mit Privatrezept und 2,8 Millionen mit Kassenrezept. Nur 131.000 Einkäufe erfolgten ohne Rezept.

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