| Ev Tebroke |
| 22.10.2026 17:00 Uhr |
Grippeimpfung nach Feierabend? Seit 2023 nehmen bundesweit immer mehr Apotheken an der »Langen Nacht des Impfens« teil. / © PZ/Daniela Hüttemann
Lange Nacht der Museen, Lange Nacht der Wissenschaften und seit 2023 gibt es auch die »Lange Nacht des Impfens«: Am 12. November ist es in diesem Jahr wieder so weit. Während die kulturellen Angebote regional zu diversen Daten stattfinden, ist die »Impfnacht« ein bundesweites Ereignis.
Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Menschen dazu anzuregen, sich bequem und ohne Voranmeldung nach Feierabend gegen Grippe und COVID-19 impfen zu lassen. Um eine möglichst große Anzahl von Impfwilligen zu erreichen, findet die »Lange Nacht des Impfens« in diesem Jahr nicht wie sonst im Oktober, sondern diesmal im Rahmen der erstmals ausgerufenen nationalen Impfaktionswoche vom 9. bis 15. November statt. Dies soll noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema Impfen in der Apotheke erzeugen, hatte Heike Gnekow, Vorsitzende des Bundesverbands der Versorgungsapotheker (BVVA), seinerzeit erklärt.
»Wir erhoffen uns eine ›zweite Welle‹ an Impfungen in den Apotheken und eine breite Information der Öffentlichkeit durch das Bundesgesundheitsministerium«, so Gnekow. Anfang Oktober sei die Nachfrage zum Impfen ohnehin recht hoch. »Mit einem Termin Mitte November schaffen wir zu einem späteren Zeitpunkt Aufmerksamkeit und erreichen hoffentlich auch diejenigen, die sich bis dahin noch nicht um einen Impftermin gekümmert haben«, erklärte Gnekow.
Die bundesweite »Lange Nacht des Impfens« gibt es seit 2023, die Initiative wird vom BVVA organisiert. Neben vielen öffentlichen Apotheken nehmen auch Arztpraxen, Gesundheitsämter, arbeitsmedizinische Dienste und andere Impfstellen teil.
Die Aktion erfreut sich nach Angaben des BVVA eines wachsenden Zuspruchs. Mehr als 15.000 Impfungen wurden dem Verband zufolge in der Langen Nacht im vergangenen Jahr dokumentiert – »so viele wie nie zuvor«. Auch die Zahl der teilnehmenden Impfstellen steige Jahr für Jahr: 2025 waren es demnach bereits 385, die meisten davon Apotheken.
Damals standen die Menschen teilweise vor den Apotheken Schlange. Apothekerin Gnekow, Inhaberin der Adler-Apotheke in Hamburg, hatte der PZ von der großen Resonanz und einer »sehr erfolgreichen Aktion« berichtet. In diesem Jahr zieht die Aktion bereits größere Kreise: Aktuell (Stand 22. Oktober) haben sich bundesweit bereits mehr als 630 Impfstellen angemeldet.
Nachdem die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bereits 2025 zur »Langen Nacht des Impfens« aufgerufen hatte, übernimmt laut BVVA in diesem Jahr Christiane Schenderlein, Parlamentarische Staatssekretärin des BMG, erstmals die Schirmherrschaft für die nationale Impfaktionswoche und alle Impfaktionen, die in dieser Woche geplant sind. »Wir begrüßen die Initiative des Bundesgesundheitsministeriums und möchten sie unterstützen«, so Gnekow.
Apotheken können ihre Teilnahme auf der Webseite »Lange Nacht des Impfens« eintragen. Interessierte können sich dort informieren sowie auf einer Karte Impfstellen vor Ort anzeigen lassen.