| Cornelia Dölger |
| 15.09.2026 10:15 Uhr |
Rainer Hutka, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention, unterstrich, Apotheken müssten flächendeckend gestützt werden. Die Zahl der Apotheken nehme weiter ab. Um die Zukunft der Apotheken zu sichern, habe die Politik mit der Reform wichtige Schritte unternommen. Das ApoVWG gebe Apotheken mehr Befugnisse, dies stärke die Apotheken. Die Angebote müssten Hand in Hand mit der Ärzteschaft ausgeweitet werden.
Sorgen bereitete ihm die »Abwesenheit von Vertretungsregelungen«; Apotheken ohne Apotheker vor Ort seien zumindest keine vollwertige Alternative. Es sei bedauerlich, dass die PTA-Vertretung eingeschränkt in die Reform Eingang gefunden habe. PTA seien hochqualifizierte und geschätzte Fachkräfte, aber sie könnten Apotheker nicht ersetzen.
Alle Marktteilnehmer müssten gleiche Bedingungen erfüllen, so Hutka mit Blick auf die Versender. Bayern und der Bundesrat hätten auf strengere Vorgaben gepocht, die aber bislang nicht aufgegriffen worden seien. Es brauche faire Bedingungen – auch um eine Krisenresilienz des Systems zu gewährleisten. Diese müsse gestärkt werden, das funktioniere nur mit einer starken flächendeckenden Versorgung. Regelversorgung im Normal- und im Krisenfall müssten zusammengedacht werden.