Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Antikonvulsiva
-
Viel mehr als nur Krampfschutz

Antikonvulsiva oder Antiepileptika wurden zur Verhinderung von zerebralen Krampfanfällen entwickelt. Doch die umfangreiche Stoffgruppe kann noch viel mehr. Ein Überblick über Indikationen jenseits der Epilepsie.
AutorKontaktMartina Hahn
AutorKontaktSibylle C. Roll
Datum 18.12.2022  08:00 Uhr

Fazit

Gerade die älteren Antikonvulsiva wie Carbamazepin, Lamotrigin, Gabapentin, Pregabalin und Topiramat sind bei vielen Indikationen einsetzbar und eignen sich somit bei einigen Komorbiditäten, zum Beispiel psychischen Erkrankungen und Schmerzsyndromen. Allerdings sind die therapeutischen Bereiche teilweise deutlich enger und es können allergische Reaktionen, Hepatotoxizität und Hämatotoxizität auftreten.

Die neueren Antikonvulsiva, insbesondere Levetiracetam, Perampanel, Lacosamid, Cannabinoide und Brivaracetam, können psychische Nebenwirkungen hervorrufen, zum Beispiel Depressionen, Suizidgedanken, Psychose und Persönlichkeitsveränderungen. Sie eignen sich daher eher nicht bei Patienten mit psychiatrischen Komorbiditäten.

Mehr von Avoxa