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Brief an Apotheken
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Preis erklärt Warken den Spar-Beitrag der Apotheken

Apotheken tragen seit Jahren zu stabilen Kassenfinanzen bei – so lautet die Botschaft, die ABDA-Präsident Thomas Preis jetzt in einem Gespräch mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bekräftigte. In einem Brief an die Apotheken berichtet er von dem Treffen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 20.04.2026  17:00 Uhr

Es ist derzeit eine Zitterpartie für die Apotheken – gerade scheint die gestaffelte Fixumserhöhung vom Tisch, parallel gibt es aber die Nachricht vom um 30 Cent erhöhten Kassenabschlag. Und von den versprochenen 9,50 Euro Fixum steht bislang noch nirgends etwas geschrieben. Credo des Bundesgesundheitsministeriums ist bekanntlich, dass alle Bereiche einen Sparbeitrag leisten müssten – die Apotheken den ihren nach dieser Lesart offenbar über einen dauerhaft erhöhten Zwangsrabatt.

Dass Apotheken durch das seit 13 Jahren stagnierende Fixum bereits einen deutlichen Beitrag zur Kassensanierung geleistet haben und leisten, hat ABDA-Präsident Thomas Preis Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nun erneut zu verstehen gegeben. Am vergangenen Freitag, kurz nach der Veröffentlichung des geplanten GKV-Spargesetzes, trafen die beiden sich zu einem »konstruktiven Austausch«, wie Preis in einem Brief erklärt. Bei der Gelegenheit habe er der Ministerin dargelegt, »wie groß das Sparvolumen der Apotheken in den vergangenen Jahren bereits war«.

Durch das Einfrieren des Apothekenhonorars spare die GKV jedes Jahr einen Milliardenbeitrag ein, so Preis in dem Brief an »alle Apothekerinnen und Apotheker in Deutschland«. Hinzu komme, »dass bereits die letzte Bundesregierung einen zweijährigen, empfindlichen Sparbeitrag von uns abverlangt hat und dass wir der GKV über die Rabattverträge jährliche Einsparungen von mehr als 6 Milliarden Euro ermöglichen«. Im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes (GKV-FinStG), das im November 2022 in Kraft trat, war der Kassenabschlag zeitweise von 1,77 auf 2 Euro erhöht worden. Mit dem aktuellen Gesetzentwurf soll er auf 2,07 Euro steigen, eine zeitliche Befristung ist nicht vorgesehen.

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