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Inhalativa
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Kleine Fehler, große Folgen

Bis zu 90 Prozent der Patienten mit Asthma oder COPD wenden ihren Inhalator fehlerhaft an – mit messbaren Folgen für Lungenfunktion, Lebensqualität und Hospitalisierungsrate. Worauf kommt es bei den einzelnen Inhalatoren an und welchen Beitrag können strukturierte Schulungen im Apothekenalltag zum Therapieerfolg leisten?
AutorKontaktIna Richling
Datum 03.05.2026  08:00 Uhr

Das Wichtigste für die Praxis

Die Apotheke als niedrigschwelliger Zugang zur Gesundheitsversorgung ist prädestiniert, Patienten systematisch im Umgang mit Inhalatoren zu schulen. Dabei gilt:

  • Die pDL zur Inhalatorschulung ist kein »nice to have«, sondern eine unverzichtbare Maßnahme für eine wirksame und sichere Inhalationstherapie.
  • Die korrekte Inhalationstechnik ist wichtiger als die Wahl des Wirkstoffs.
  • Jede Schulung ist relevant. Eine einmalige Einweisung reicht dabei meist nicht aus. Besonders wirksam ist ein Teach-to-Goal-Ansatz mit gezielter Fehlerkorrektur.
  • Die Wahl des Devices muss individuell erfolgen, unter Berücksichtigung des inspiratorischen Spitzenflusses, der Handkraft, der Koordination und der kognitiven Fähigkeiten.
  • Jeder Devicewechsel ist eine risikobehaftete Situation und erfordert meist eine erneute Schulung.
  • Beim Dosieraerosol sollte der Spacer möglichst Standard und nicht Ausnahme sein.
  • Ein zunehmender Verbrauch kurzwirksamer β2-Sympathomimetika ist ein Warnsignal.
  • Ökologische Aspekte sollten in die Inhalatorwahl einbezogen werden, dürfen aber nicht zulasten der Adhärenz gehen.
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