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Mikrobiom-Immun-Achse
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Infektionsschutz aus dem Darm

Weil das Darmmikrobiom mit dem Immunsystem und der Lunge kommuniziert, könnte eine orale Intervention Atemwegsinfekte beeinflussen oder die Immunantwort nach einer Impfung verbessern. Funktioniert das wirklich? Wir haben eine Expertin nach ihrer Einschätzung gefragt.
AutorKontaktElke Wolf
Datum 27.10.2026  09:00 Uhr

Pflanzlich von Vorteil

Darüber hinaus gibt es immer mehr Hinweise, dass auch die Zusammensetzung des Darmmikrobioms und damit die Art und Weise der Ernährung einen nicht unerheblichen Einfluss auf Impfreaktionen hat. So legen etwa aktuell im Fachjournal »Science« veröffentlichte Daten eines Teams vom Max-Planck-Institut für Biologie in Tübingen nahe, dass Menschen mit einem flagellinreichen Darmmikrobiom eher Fieber nach einer Impfung entwickeln. Die Teilnehmer, die dagegen eine pflanzliche Ernährung bevorzugten, reagierten nach der Impfung tendenziell schwächer bis gar nicht mit Fieber.

»Bei dem Einfluss auf Impfreaktionen scheint das Stoffwechselprodukt Desaminotyrosin – Hauptproduzent im menschlichen Darm ist Clostridium orbiscindens – eine wesentliche Rolle zu spielen. Es ist in der Lage, die Interferonproduktion hochzufahren. Darmbakterien produzieren vor allem dann Desaminotyrosin, wenn sie regelmäßig mit sekundären Pflanzenstoffen und Präbiotika aus Gemüse und Obst gefüttert werden, die in schwarzem und grünem Tee, Zitrusfrüchten, Heidelbeeren und Petersilie enthalten sind«, informiert Axt-Gadermann.

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