Pharmazeutische Zeitung online
Digitalgesellschaft

Gedisa soll am 11. November ohne den AVWL gegründet werden

DAV lieferte »Businessplan light« nach

Dabei hatte der DAV, der auf Nachfrage der PZ betonte, nicht er, sondern die Landesverbände planten die Gründung der Gesellschaft, in puncto Aufklärung schon nachgelegt. Nachdem Westfalen-Lippe im September mehr Informationen über das Projekt verlangt hatte, hatte der Bundesverband unter anderem einen »Businessplan light« nachgeschoben, wie der AVWL der PZ jetzt bestätigte. Allerdings liegt der Plan der PZ nicht vor, weshalb der Redaktion nicht bekannt ist, welche konkreten Aufgaben Aufgaben die Digitalgesellschaft  erfüllen soll. Dem AVWL jedenfalls genügten die nachgereichten Informationen nicht. Der Plan sei »nach unserer Prüfung nicht geeignet, um ihn als Grundlage einer Entscheidungsfindung hinsichtlich der vom AVWL geforderten Risikoabschätzung einer Unternehmensgründung zu verwenden«, teilte der Verband mit. Zudem fehle es an einem Rechtekonzept sowie der Darstellung von Best-Case- und Worst-Case-Szenarien. Und: »Schließlich ist uns auch kein Konsortialvertrag zur Ausgestaltung des Verhältnisses der Gesellschafter untereinander bekannt.«

Grundsätzlich verschließt sich der AVWL dem Projekt aber nicht. Schon bei der Mitgliederversammlung hatte Rochell betont, eigene gemeinsame Plattform könne dem Berufsstand der Apotheker zugute kommen. Es gelte, sich den Wettbewerben geschlossen entgegen zu stellen und alle kommenden Aufgaben gemeinsam zu bewältigen. Auch dass die Landesverbände die Gesellschaft mitfinanzierten, sei nicht generell abzulehnen; vielmehr sprächen haushalterische Gründe eher dafür, denn eine Finanzierung über den DAV, also aus dem ABDA-Haushalt, sei nicht zu stemmen. Andere Verbände, zuletzt Brandenburg und Sachsen-Anhalt, hatten nach und nach bereits grünes Licht für die Finanzierung gegeben.

 

Seite<12

Mehr von Avoxa