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Thromboembolien
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Fokus auf Frauen und jüngere Personen

Bei Stichworten wie Thrombose oder Thromboembolie denkt man meist an ältere Patienten. Doch auch junge Menschen können erkranken. Thromboembolische Erkrankungen gehören zu den wichtigsten internistischen Notfällen.
AutorKontaktIlsabe Behrens
Datum 30.11.2025  08:00 Uhr

Pharmazeutische Beratung in der Praxis

Apothekenteams tragen maßgeblich zur Prävention bei. Sie beraten Patienten zu sicherer Kontrazeption, geben Empfehlungen für Langstreckenreisen und klären über Warnzeichen einer VTE auf. In der Beratung lohnt sich ein strukturierter Ansatz, der sowohl Risikofaktoren als auch Präventions- und Therapieaspekte berücksichtigt.

Ein erster Schritt ist die sorgfältige Anamnese, ob relevante Risikofaktoren wie die Einnahme hormoneller Kontrazeptiva, Rauchen oder Adipositas bestehen. Eine aktuelle Schwangerschaft oder die postpartale Phase sind zu beachten, da sie mit einer deutlich erhöhten Thromboseneigung einhergehen. Zusätzlich sollte nach geplanten Langstreckenreisen gefragt werden, da eine mehrstündige Immobilisation das Risiko für VTE signifikant steigern kann.

Auf Basis der Risikokonstellation kann das Apothekenpersonal evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen empfehlen. Leitlinien weisen explizit auf die Wirksamkeit von medizinischen Kompressionsstrümpfen bei längeren Reisen hin. Die Wahl der Kompressions- oder Stützstrümpfe richtet sich nach dem persönlichen Beschwerdebild. Bei müden Beinen und leichten Schwellungen reichen Stützstrümpfe aus. Weitere Tipps wie Sitz-Yoga (Übungen, die auf dem Sitzplatz ausgeführt werden können), ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens 1 L Wasser extra auf die Reise mitnehmen) und regelmäßige Bewegung sind hilfreich.

Darüber hinaus sollten Patienten für klinische Warnzeichen sensibilisiert werden. Dazu gehören einseitige Beinschwellung, Schmerzen in der Wade oder plötzliche Atemnot, die auf eine Thrombose oder Lungenembolie hinweisen können.

Ein zentrales Beratungselement ist die Therapieadhärenz bei der Einnahme von Antikoagulanzien (DOAK). Dabei geht es um die exakten Einnahmeintervalle, aber auch um Strategien im Umgang mit vergessenen Dosen. Eine Routineaufgabe ist es, auf mögliche Wechselwirkungen zu prüfen, zum Beispiel mit NSAR oder Phytotherapeutika wie Johanniskraut, da diese die Sicherheit der Therapie erheblich beeinträchtigen können.

Abschließend sollten Apotheker auch gezielt nach Beschwerden fragen, um Anzeichen einer VTE frühzeitig zu erkennen. Bei jeglichem Verdacht muss man den Kunden unmissverständlich auf die Notwendigkeit einer sofortigen ärztlichen Abklärung hinweisen.

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