Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Thromboembolien
-
Fokus auf Frauen und jüngere Personen

Bei Stichworten wie Thrombose oder Thromboembolie denkt man meist an ältere Patienten. Doch auch junge Menschen können erkranken. Thromboembolische Erkrankungen gehören zu den wichtigsten internistischen Notfällen.
AutorKontaktIlsabe Behrens
Datum 30.11.2025  08:00 Uhr

Generelle Risikofaktoren: Rauchen …

Rauchen erhöht das Risiko für arterielle und venöse thromboembolische Ereignisse, und zwar gleichermaßen bei Männern und Frauen (Tabelle 1). Bei Frauen steigt das Risiko zusätzlich durch den hormonellen Einfluss. Nach derzeitigem Forschungsstand können auch E-Zigaretten das Risiko erhöhen, insbesondere wenn sie Nikotin enthalten. Darauf sollten Apotheker bei der Beratung hinweisen.

Rauchen beeinflusst verschiedene Ebenen der Hämostase. Zunächst wirkt es schädigend auf das Gefäßendothel. Durch oxidativen Stress und die Freisetzung freier Radikale aus dem Tabakrauch kommt es zu strukturellen und funktionellen Veränderungen der Endothelzellen. Die Produktion von Stickstoffmonoxid (NO) nimmt ab, was eine reduzierte Gefäßrelaxation und eine vermehrte Vasokonstriktion zur Folge hat. Gleichzeitig nimmt die endotheliale Expression von Adhäsionsmolekülen zu und es wird mehr Gewebefaktor freigesetzt, wodurch das Endothel eine prothrombotische Oberfläche ausbildet.

Darüber hinaus fördert Rauchen die Gerinnungsaktivität. Unter Nikotin und Kohlenmonoxid steigen die Plasmaspiegel von Fibrinogen und verschiedenen Gerinnungsfaktoren. Es sind die gleichen Mechanismen wie bei Kontrazeptiva. Hämatologische Veränderungen entstehen zusätzlich durch die Kohlenmonoxid-induzierte Hypoxie, die zu einer Polyzythämie mit erhöhter Erythrozytenzahl führt. Daraus resultiert eine gesteigerte Blutviskosität, die die Thrombenbildung ebenfalls begünstigt.

▶ Da Rauchen und hormonelle Kontrazeptiva das thromboembolische Risiko durch ähnliche Mechanismen additiv erhöhen, haben Frauen, die rauchen und Kontrazeptiva anwenden, ein stark erhöhtes Risiko für Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall.

… und Übergewicht

Adipöses Gewebe ist hormonell aktiv und produziert Zytokine, zum Beispiel Interleukin 6 oder den Tumornekrosefaktor a. Diese Zytokine sorgen für einen chronischen Entzündungszustand und führen zur endothelialen Dysfunktion. Diese erzeugt, vergleichbar mit den Prozessen durch das Rauchen, eine prothrombotische Oberfläche an den Gefäßinnenwänden.

Ebenso verändert Übergewicht die Gerinnungsbalance durch Erhöhung der Plasmaspiegel von Fibrinogen, Faktor VII, VIII, IX, XI und von-Willebrand-Faktor sowie durch Hemmung der Fibrinolyse. Es liegt auch hier ein prokoagulatorisches Milieu vor.

Adipositas begünstigt zudem den venösen Rückstau durch den erhöhten intraabdominellen Druck und den Bewegungsmangel durch das Gewicht. Die venöse Stase in den Beinvenen vervollständigt die Virchow-Trias (Stase, Endothelschaden, Hyperkoagulabilität).

▶ Das Risiko für VTE ist bei einem Body-Mass-Index über 30 etwa dreifach erhöht (im Vergleich zum Normalgewicht beziehungsweise BMI unter 25).

Frag die KI
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
 
FAQ
BETA
Menü
Zeit
SENDEN
Wie kann man die CAR-T-Zelltherapie einfach erklären?
Warum gibt es keinen Impfstoff gegen HIV?
Was hat der BGH im Fall von AvP entschieden?
Zeit
GESAMTER ZEITRAUM
3 JAHRE
1 JAHR
Senden
SENDEN
KI
IHRE FRAGE WIRD BEARBEITET ...
KI
KI
UNSERE ANTWORT
QUELLEN
22.01.2023 – Fehlende Evidenz?
LAV Niedersachsen sieht Verbesserungsbedarf
» ... Frag die KI ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln. ... «
Ihr Feedback
War diese Antwort für Sie hilfreich?
 
 
FEEDBACK SENDEN
FAQ
Was ist »Frag die KI«?
»Frag die KI« ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums versehen, in denen mehr Informationen zu finden sind. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung verfolgt in ihren Artikeln das Ziel, kompetent, seriös, umfassend und zeitnah über berufspolitische und gesundheitspolitische Entwicklungen, relevante Entwicklungen in der pharmazeutischen Forschung sowie den aktuellen Stand der pharmazeutischen Praxis zu informieren.
Was sollte ich bei den Fragen beachten?
Damit die KI die besten und hilfreichsten Antworten geben kann, sollten verschiedene Tipps beachtet werden. Die Frage sollte möglichst präzise gestellt werden. Denn je genauer die Frage formuliert ist, desto zielgerichteter kann die KI antworten. Vollständige Sätze erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer guten Antwort.
Wie nutze ich den Zeitfilter?
Damit die KI sich bei ihrer Antwort auf aktuelle Beiträge beschränkt, kann die Suche zeitlich eingegrenzt werden. Artikel, die älter als sieben Jahre sind, werden derzeit nicht berücksichtigt.
Sind die Ergebnisse der KI-Fragen durchweg korrekt?
Die KI kann nicht auf jede Frage eine Antwort liefern. Wenn die Frage ein Thema betrifft, zu dem wir keine Artikel veröffentlicht haben, wird die KI dies in ihrer Antwort entsprechend mitteilen. Es besteht zudem eine Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort unvollständig, veraltet oder falsch sein kann. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit der KI-Antworten.
Werden meine Daten gespeichert oder verarbeitet?
Wir nutzen gestellte Fragen und Feedback ausschließlich zur Generierung einer Antwort innerhalb unserer Anwendung und zur Verbesserung der Qualität zukünftiger Ergebnisse. Dabei werden keine zusätzlichen personenbezogenen Daten erfasst oder gespeichert.

Mehr von Avoxa