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Thromboembolien
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Fokus auf Frauen und jüngere Personen

Bei Stichworten wie Thrombose oder Thromboembolie denkt man meist an ältere Patienten. Doch auch junge Menschen können erkranken. Thromboembolische Erkrankungen gehören zu den wichtigsten internistischen Notfällen.
AutorKontaktIlsabe Behrens
Datum 30.11.2025  08:00 Uhr

Erhöhtes Risiko im Wochenbett

Die postpartale Phase ist eine natürliche hyperkoaguable Phase (siehe auch Titelbeitrag in PZ 24/2025). Sie ist charakterisiert durch

  • vermehrte Gerinnungsaktivität: erhöhte Konzentration von Gerinnungsfaktoren, zum Beispiel Fibrinogen und Faktor VIII;
  • reduzierte fibrinolytische Aktivität;
  • veränderten venösen Rückfluss durch Kompression der Beckenvenen während der Schwangerschaft;
  • Gefäßwandschäden, zum Beispiel durch operative Entbindungen oder traumatische Geburten.

Diese Konstellation erfüllt ebenfalls die Virchow-Trias und erklärt das bis zu 20-fach erhöhte Risiko für venöse Thromboembolien im Vergleich zur nicht schwangeren Frau. Das Risiko ist in den ersten sechs Wochen nach der Geburt am höchsten. Daher ist es in der Apotheke wichtig, die Frauen über die typischen Symptome zu informieren, ohne sie zu verunsichern. Denn je früher eine Thrombose erkannt wird, desto besser sind die Chancen der erfolgreichen Behandlung.

Mehrere Faktoren verstärken die Risiken im Wochenbett zusätzlich:

  • Thrombophilie, zum Beispiel Faktor-V-Leiden oder Protein-C-/S-Mangel;
  • Sectio caesarea;
  • Immobilisation, zum Beispiel durch Bettruhe, Wochenbettdepression;
  • Mehrlingsschwangerschaft;
  • ausgeprägte Varikosis.

Die häufigste Form einer Thrombose nach der Geburt ist die tiefe Beinvenenthrombose. Eine gute Prophylaxe sind die frühzeitige Mobilisation post partum und Kompressionsstrümpfe, die vor allem bei einer Varikosis oder bei längerem Liegen nach einem Kaiserschnitt wichtig sind. Zusätzlich ist auf die ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Bei erhöhtem Risiko wird eine Thromboseprophylaxe mit niedermolekularem Heparin (NMH) empfohlen, zum Beispiel Enoxaparin oder Dalteparin, meist für 10 bis 14 Tage post partum. Bei Hochrisikopatientinnen wird die Gabe der NMH auf bis zu sechs Wochen verlängert.

Die Frau kann auf jeden Fall stillen, da NMH aufgrund ihrer Molekülgröße nicht in die Muttermilch übertreten. Orale Antikoagulanzien (DOAK) sind kontraindiziert in der Stillzeit.

Da die Frauen das Heparin häufig selbst applizieren (müssen), sind die Erklärung der korrekten Injektionstechnik und eventuelles Üben mit Testspritzen und »Schwamm« in der Apotheke hilfreich. Das Heparin wird einmal täglich zur gleichen Uhrzeit subkutan angewendet. Ebenso gehört es zur Beratung, nach der weiteren Medikation zu fragen, da es potenzielle Wechselwirkungen mit nicht steroidalen Antirheumatika (NSAR), Acetylsalicylsäure und pflanzlichen Antikoagulanzien wie Ginkgo oder Knoblauchpräparaten gibt.

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