Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Thromboembolien
-
Fokus auf Frauen und jüngere Personen

Bei Stichworten wie Thrombose oder Thromboembolie denkt man meist an ältere Patienten. Doch auch junge Menschen können erkranken. Thromboembolische Erkrankungen gehören zu den wichtigsten internistischen Notfällen.
AutorKontaktIlsabe Behrens
Datum 30.11.2025  08:00 Uhr

Klinisches Bild und Risikokonstellationen

Die klinische Ausprägung der ATE hängt vom betroffenen Gefäß ab. Zerebral manifestieren sich ischämischer Schlaganfall oder ischämische Attacke mit plötzlich auftretenden motorischen und sensorischen Defiziten, Sprach- und Sehstörungen sowie Gleichgewichtsstörungen. Im Koronarsystem äußern sie sich als akutes Koronarsyndrom oder Myokardinfarkt; typisch sind plötzlich einsetzende thorakale Schmerzen, die häufig ausstrahlen, sowie Atemnot, Kurzatmigkeit und vegetative Begleitsymptome wie Schweißausbruch und Übelkeit.

Die TVT zeigt sich durch eine einseitige Beinschwellung, Spannungsgefühl oder Schmerzen, die sich bei Belastung verstärken, Überwärmung und eine bläulich-livide Verfärbung der Haut. Die Symptome sind unspezifisch und können leicht übersehen werden.

Eine Lungenembolie äußert sich mit Atemnot, thorakalem Schmerz, Tachykardie und bei schweren Fällen mit Synkopen oder Kreislaufinstabilität.

Die Diagnostik erfolgt leitliniengerecht über klinische Scores, zum Beispiel den Wells-Score, D-Dimer-Testung und bildgebende Verfahren wie Duplexsonografie oder CT-Angiografie (1).

Allen akut embolischen Ereignissen ist der plötzliche Beginn gemeinsam. Ausnahme ist die VTE: Typisch ist der oft schleichende Beginn, weshalb Risikofaktoren besondere Beachtung verdienen.

Bei gesunden jungen Erwachsenen ohne Risikofaktoren ist das absolute Risiko für venöse oder arterielle thromboembolische Ereignisse sehr gering. Die jährliche Inzidenz einer venösen Thromboembolie liegt in der Allgemeinbevölkerung bei etwa 1 bis 2 Fällen pro 1000 Personen. Bei Erwachsenen unter 30 Jahren liegt sie noch darunter. Deshalb sind es bei jüngeren Menschen die exogenen Faktoren wie Estrogen-haltige hormonelle Kontrazeptiva, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel, die das Risiko für eine Thromboembolie erhöhen können (Tabelle 1). Im Folgenden werden einzelne Risikofaktoren im Detail betrachtet.

Risikofaktor Erläuterung
hormonelle Kontrazeptiva (Estrogen-haltige) 2- bis 6-fach erhöhtes Risiko
Schwangerschaft, Wochenbett 5- bis 20-fach erhöhtes Risiko
Rauchen synergistisch mit Kontrazeptiva
Adipositas BMI >30 erhöht das Risiko signifikant
Varikosis begünstigt rezidivierende Thrombosen
Immobilisation (Reisen) Flüge über 4 Stunden verdoppeln das Risiko
Bewegungsmangel (Handy- oder Computernutzung) Verdopplung des Risikos
Hitze/Klima Flüssigkeitsmangel erhöht Gerinnungsneigung
Tabelle 1: Übersicht wichtiger Risikofaktoren, auch für jüngere Menschen (6, 7)
Frag die KI
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
Die experimentelle KI
von PZ und PTA-Forum
 
FAQ
BETA
Menü
Zeit
SENDEN
Wie kann man die CAR-T-Zelltherapie einfach erklären?
Warum gibt es keinen Impfstoff gegen HIV?
Was hat der BGH im Fall von AvP entschieden?
Zeit
GESAMTER ZEITRAUM
3 JAHRE
1 JAHR
Senden
SENDEN
KI
IHRE FRAGE WIRD BEARBEITET ...
KI
KI
UNSERE ANTWORT
QUELLEN
22.01.2023 – Fehlende Evidenz?
LAV Niedersachsen sieht Verbesserungsbedarf
» ... Frag die KI ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln. ... «
Ihr Feedback
War diese Antwort für Sie hilfreich?
 
 
FEEDBACK SENDEN
FAQ
Was ist »Frag die KI«?
»Frag die KI« ist ein experimentelles Angebot der Pharmazeutischen Zeitung. Es nutzt Künstliche Intelligenz, um Fragen zu Themen der Branche zu beantworten. Die Antworten basieren auf dem Artikelarchiv der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums. Die durch die KI generierten Antworten sind mit Links zu den Originalartikeln der Pharmazeutischen Zeitung und des PTA-Forums versehen, in denen mehr Informationen zu finden sind. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung verfolgt in ihren Artikeln das Ziel, kompetent, seriös, umfassend und zeitnah über berufspolitische und gesundheitspolitische Entwicklungen, relevante Entwicklungen in der pharmazeutischen Forschung sowie den aktuellen Stand der pharmazeutischen Praxis zu informieren.
Was sollte ich bei den Fragen beachten?
Damit die KI die besten und hilfreichsten Antworten geben kann, sollten verschiedene Tipps beachtet werden. Die Frage sollte möglichst präzise gestellt werden. Denn je genauer die Frage formuliert ist, desto zielgerichteter kann die KI antworten. Vollständige Sätze erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer guten Antwort.
Wie nutze ich den Zeitfilter?
Damit die KI sich bei ihrer Antwort auf aktuelle Beiträge beschränkt, kann die Suche zeitlich eingegrenzt werden. Artikel, die älter als sieben Jahre sind, werden derzeit nicht berücksichtigt.
Sind die Ergebnisse der KI-Fragen durchweg korrekt?
Die KI kann nicht auf jede Frage eine Antwort liefern. Wenn die Frage ein Thema betrifft, zu dem wir keine Artikel veröffentlicht haben, wird die KI dies in ihrer Antwort entsprechend mitteilen. Es besteht zudem eine Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort unvollständig, veraltet oder falsch sein kann. Die Redaktion der Pharmazeutischen Zeitung übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit der KI-Antworten.
Werden meine Daten gespeichert oder verarbeitet?
Wir nutzen gestellte Fragen und Feedback ausschließlich zur Generierung einer Antwort innerhalb unserer Anwendung und zur Verbesserung der Qualität zukünftiger Ergebnisse. Dabei werden keine zusätzlichen personenbezogenen Daten erfasst oder gespeichert.

Mehr von Avoxa