| Lukas Brockfeld |
| 15.09.2026 16:50 Uhr |
Doch die ABDA beschäftigte sich in den vergangenen Monaten nicht nur mit der Apothekenreform. So habe man die »AG Krisenvorsorge« ins Leben gerufen, die die Apothekerschaft auf Krisensituationen wie Stromausfälle oder Pandemien vorbereiten soll. Man baue ein Netzwerk mit Partnern aus dem Gesundheitswesen und der Bundeswehr auf. »Hoffen wir alle, dass der Worst Case nicht eintreten wird«, sagte Erdle.
Auch in Brüssel sei die ABDA sehr aktiv, etwa um eine strengere Regulierung des Versandhandels zu erreichen. »Wir bewegen uns hier in einem Bermudadreieck von nationalen Zuständigkeiten, fehlenden grenzüberschreitenden Kompetenzen und den Anforderungen des EU-Binnenmarktes. Die Folge ist ein andauernder und fortgesetzter Rechtsbruch der ausländischen Versender«, erklärte die Hauptgeschäftsführerin. Man habe gegenüber der EU sehr deutlich gemacht, dass der Europäische Binnenmarkt kein Deckmäntelchen für Rechtsbruch sein dürfe.
In ihrem ersten Jahr habe sie gelernt, wie wichtig der Zusammenhalt des Berufsstandes sei. »Wenn die Apothekerschaft zusammensteht, wenn sie sich auf gemeinsame Ziele verständigt und wenn sie geschlossen handelt, dann ist sie erfolgreich«, so das Fazit der neuen ABDA-Hauptgeschäftsführerin.