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ABDA-Geschäftsbericht
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»Die Apothekerschaft kann mobilisieren«

Beim Deutschen Apothekertag lobte ABDA-Hauptgeschäftsführerin Franziska Erdle die Kampagnenfähigkeit der Apothekerschaft. Doch man dürfe sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Unter anderem nannte sie drei weitere neue pharmazeutische Dienstleistungen.
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 15.09.2026  16:50 Uhr

Für Franziska Erdle war es der erste Deutsche Apothekertag Hauptgeschäftsführerin der ABDA. Die Vorstellung ihres Berichtes nutzte sie für eine Rückschau auf ihr erstes Jahr im Amt: »Wenn ich auf dieses erste Jahr zurückblicke, dann gibt es einen Begriff, der es sehr gut zusammenfasst: Leben in der Lage!

Denn vom ersten Tag an gab es ein Thema, das mich und das gesamte Apothekerhaus von Beginn an im Grunde rund um die Uhr beschäftigt und auf Trab gehalten hat: das Apothekenreformpaket mit ApoVWG, Arzneimittelpreisverordnung und Apothekenbetriebsordnung«, so Erdle – das wichtigste Reformpaket der vergangenen Jahre.

Immer wieder habe es im Gesetzgebungsprozess Veränderungen gegeben, auch kurzfristig. Das habe die Arbeit der ABDA erschwert. Doch in der Rückschau ist Erdle zufrieden: »Es ist uns gelungen, die politische Kampagne zum ApoVWG so hinzubekommen, dass jede einzelne Maßnahme bezüglich Adressat, Botschaft und Zeitpunkt zielgenau gesetzt wurde. Und damit die größtmögliche Wirkung entfaltet hat.«

Geschlossen und kampagnenfähig

Das sei nur mit der Unterstützung der Apothekerschaft möglich gewesen. Erdle hob besonders die großen Proteste am 23. März hervor. »Ich bin zum ersten Mal in meinem Berufsleben Teil einer Branche, die wirklich kampagnenfähig ist. Die die Lage aktiv beeinflusst. Und das ist etwas, das die Apothekerschaft auszeichnet – sie abhebt von anderen«, so die Hauptgeschäftsführerin. »Die Apothekerschaft kann mobilisieren. Sie kann geschlossen handeln. Und wenn sie das tut, dann wird sie gehört.«

Doch leider habe man politisch nicht nur Erfolge zu verbuchen. »Gegen den erhöhten Apothekenabschlag im GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz haben wir gekämpft – denn wir waren und sind der Meinung: Den Sparbeitrag, der von den Apotheken eingefordert wird, haben diese in den letzten 13 Jahren schon erbracht! Leider konnten wir in diesem Fall die Lage nicht verändern«, bedauerte Erdle. Die wirtschaftliche Stabilisierung der Apotheken bleibe also weiterhin eine Herausforderung.

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