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ABDA präsentiert 5-Punkte-Plan
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Fünf Forderungen an Linnemann

Die ABDA hat mit einem 5-Punkte-Plan konkrete Forderungen an den neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) gestellt. Der soll unter anderem den »Störfaktor« Versandhandel eindämmen und die Versorgung resilienter machen.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 14.09.2026  11:15 Uhr

Mit der Apothekenreform von Linnemanns Vorgängerin Nina Warken (CDU) haben die Apotheken endlich die geforderte Anpassung ihrer Vergütung erhalten sowie neue Aufgaben zugewiesen bekommen. Doch jetzt müsse Linnemann die Stärkung der Apotheken weiterführen, so ABDA-Präsident Thomas Preis heute bei der Pressekonferenz am Vortag des Deutschen Apothekertags (DAT) in München. Konkret lauten die Forderungen:

1. Wirtschaftliche Stärkung

Der erste Punkt zur wirtschaftlichen Stärkung enthält im Kern zwei Forderungen: Die Erhöhung des Kassenabschlags von 1,77 auf 2,07 Euro zum Jahreswechsel müsse dringend überprüft werden, da dies der geplanten Stärkung der Apotheken entgegenlaufe. Und für die ab dem kommenden Jahr startenden Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen erwartet die Apothekerschaft, dass sie »fair und verlässlich« von der Politik begleitet werden.

Die Regierung hat zwar eine zweistufige Anhebung des Fixums auf 9,50 Euro beschlossen, laut dem Apothekenklima-Index, der ebenfalls heute in München vorgestellt wurde, wird das von einer Mehrheit der Apotheken aber nicht als nachhaltig angesehen. Ohne eine echte Dynamisierung sei das wertlos, sagten 39 Prozent der 500 befragten Apothekerinnen und Apotheker. 29 Prozent finden die gestaffelte Anhebung inkonsequent, und weitere 15 Prozent erwarten kaum spürbare Effekte in ihrer Bilanz. Immerhin sehen auch 15 Prozent in der Erhöhung ein wichtiges Signal aus der Politik.

ABDA-Präsident Thomas Preis ordnete die Lage so ein: »Die ersten Lichtblicke dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Apotheken wirtschaftlich weiter unter Druck stehen. Jetzt kommt es darauf an, die Stärkung der Apotheken konsequent umzusetzen und neue Schwächungen – wie beispielsweise den erhöhten Apothekenabschlag zugunsten der Krankenkassen – wieder zurückzunehmen.«

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