| Cornelia Dölger |
| 15.09.2026 13:30 Uhr |
ABDA-Präsident Thomas Preis skizzierte die Schritte der Apothekenreform, die den Apotheken neue Chancen eröffneten – gleichzeitig warnte er vor Risiken durch das Gebaren der Versender und richtete einen Appell an Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU). / © PZ/Alois Müller
Dass Linnemann, der heute »gerade einmal 47 Tage im Amt« sei, den Weg nach München nehme, um vor den Apothekerinnen und Apothekern zu sprechen, bezeichnete Preis als »eine große Ehre«; der vergangene Woche vereidigte Minister brauche als Westfale offenbar »keine 100 Tage politische Schonfrist«. Der ABDA-Präsident dankte Linnemann dafür, dass er sich den gesundheitspolitischen Herausforderungen stelle und den Dialog mit den Leistungserbringern suche. Gestern habe der Minister zugesagt, dass er die Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und weiterer Verordnungen unterschrieben habe, berichtete Preis.
Der ABDA-Präsident skizzierte die neue ABDA-Imagekampagne »Gut, dass Ihr da seid«, die die Menschen für die Versorgungskompetenz der Apotheken sensibilisiere. Die Kampagne rückt bewusst die Perspektive der Bürgerinnen und Bürger auf die Apotheken vor Ort in den Mittelpunkt. »Gut, dass Ihr da seid« sei ein Satz, den Apothekerinnen und Apotheker täglich tausendfach hörten, betonte Preis.
Als Beispiele nannte er die Arzneimittelversorgung im Notdienst, individuelle Rezepturen sowie den Botendienst der Apotheken. Diese Leistungen zeigten, dass Apotheken ein unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge seien. Die Menschen wüssten dies zu schätzen, sagte Preis.
Zugleich begrüßte er die jüngst abgeschlossene Apothekenreform der Bundesregierung als »genau den richtigen Weg«. Nach mehr als 13 Jahren würden die Apotheken wieder gestärkt, und Apothekerinnen und Apotheker erhielten zusätzliche Kompetenzen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern. An Bundesgesundheitsminister Linnemann gerichtet, erklärte Preis abschließend: »Dafür sagen wir im Namen unserer Kundinnen und Kunden sowie der Patientinnen und Patienten in Deutschland: Danke!«