| Lukas Brockfeld |
| 02.11.2026 15:00 Uhr |
Der stellvertretende Bundesvorsitzende der KBV, Stephan Hofmeister, betonte, dass die etwa 100.000 Arztpraxen aktuell den Großteil der medizinischen Versorgung stemmen und etwa eine Milliarde Patientenkontakte im Jahr haben. Doch schon im Frieden sorgten TI-Ausfälle oder Lieferengpässe regelmäßig für Probleme. »Schon im Frieden fällt die TI regelmäßig aus. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn die mal richtig ausgeschaltet wird«, warnte der KBV-Vize.
Die Ärzteschaft könnte im Verteidigungsfall Menschen, Know-how sowie eine leistungsfähige und dezentrale Praxeninfrastruktur einbringen. »Wir haben von den Praxen erfahren, dass sie sich schlecht vorbereitet fühlen. Gleichzeitig gibt es eine ungeheure Bereitschaft, sich einzubringen. Alle wollen mitmachen, das macht mir Mut«, sagte Stephan Hofmeister. Alle Akteure im Gesundheitssystem seien sich der ernsten Lage bewusst. Jetzt fehlten noch klare gesetzliche Grundlagen und eine geregelte Finanzierung.
Zur Rolle der Apotheken im Ernstfall sprach auch Oberstapotheker Bernd Klaubert mit PZ-Chefredakteur Alexander Müller in der neuen Folge von Alex’ Doppelte Dosis.