Die elektronische Patientenakte soll den Austausch medizinischer Informationen zwischen Patienten, Arztpraxen und Apotheken erleichtern. Doch die tatsächliche Nutzung bleibt laut einer aktuellen Umfrage bislang gering. / © picture alliance / Jörg Carstensen
Die ePA ist zwar der breiten Bevölkerung bekannt, bleibt für die meisten Menschen jedoch ohne praktische Bedeutung. Laut einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland kennen zwar 81,5 Prozent der Befragten die ePA, doch nur 23,5 Prozent geben an, sie auch zu nutzen.
»Unsere Umfragen zeigen, dass die elektronische Patientenakte bereits vor einem Jahr so bekannt war wie heute. Die Zahl der Nutzenden ist in diesem Zeitraum aber kaum gestiegen und die ePA bleibt hinter den Erwartungen zurück«, sagt Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, laut einer Pressemitteilung des Verbands.
Brakmann fordert Anreize für Krankenkassen, Leistungserbringerinnen und Leistungserbringer, damit diese die ePA weiterentwickeln und in die Versorgung integrieren. »Dieser Konstruktionsfehler muss behoben werden. Es reicht nicht, darauf zu vertrauen, dass die Digitalisierung in Deutschland von selbst vorankommt.«
Der Verband beklagt, dass Gesundheits-Apps auf dem freien Markt bessere Funktionen bieten und der ePA der Innovationsdruck fehlt. So würden andere Apps an Termine erinnern, Dokumente bereitstellen oder Impfinformationen übersichtlich zugänglich machen. Die ePA bleibe hinter diesem Anspruch zurück. Diese solle, wie das E-Rezept, einen konkreten Beitrag zur Versorgung leisten, statt sich auf die Bereitstellung einer technischen Infrastruktur zu beschränken.