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Symposium der Bundesapothekerkammer
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8-Punkte-Plan für resiliente Apotheken

Beim Symposium »Deutschland im Krisenfall – Welche Rolle übernehmen Apotheken?« der Bundesapothekerkammer wurden die Kernforderungen der Apothekerschaft für eine resiliente Gesundheitsversorgung deutlich. Wie können Apotheken besser auf Krisen vorbereitet und gestärkt werden?
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 15.10.2026  22:25 Uhr

Seit Oktober 2025 beschäftigt sich die Arbeitsgruppe »Krisenvorsorge« der Bundesapothekerkammer mit möglichen Krisenszenarien. Am 22. September 2026 wurde das Strategiepapier »Resiliente Gesundheitsversorgung durch Apotheken« durch den ABDA-Vorstand beschlossen. Beim BAK-Symposium »Deutschland im Krisenfall – Welche Rolle übernehmen Apotheken?« ist dieses Papier nun der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Maike Fedders, Leiterin der Arbeitsgruppe, präsentierte den Acht-Punkte-Plan und damit konkrete Forderungen an die Politik. Ihre zentrale Botschaft lautet: »Resilienz braucht Apotheken. Eine resiliente Gesundheitsversorgung ist ohne leistungsfähige, flächendeckend erreichbare und krisenfest eingebundene Apotheken nicht denkbar.«

Resilienz entstehe nicht erst im Ereignisfall, sondern sie müsse im Normalbetrieb aufgebaut, finanziert, rechtlich abgesichert, regelmäßig geübt und organisatorisch verankert werden, so Fedders. »Die Apothekerschaft bringt dafür gewachsene Strukturen, fachliche Kompetenz und unmittelbare Handlungsfähigkeit mit. Diese Potenziale müssen als Bestandteil der nationalen Gesundheits- und Sicherheitsarchitektur anerkannt werden«, sagte sie.

Apotheken verbindlich einbeziehen

Wer die Resilienz der Gesundheitsversorgung erhöhen wolle, müsse Apotheken deshalb verbindlich als strategischen Partner einbeziehen – in Staat, Selbstverwaltung, Bevölkerungsschutz und Verteidigung. Nur mit starken Apotheken könne die Arzneimittelversorgung in Frieden, Krise und Krieg verlässlich gewährleistet werden.

Fedders diskutierte anschließend mit Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer, sowie mit Ines Perea, Unterabteilungsleiterin für Gesundheitssicherheit im Bundesgesundheitsministerium. Außerdem nahmen Oberstapotheker Bernd Klaubert von der Bundeswehr sowie Kristina Böhm vom Amt für Gesundheit und Prävention der Landeshauptstadt Dresden an der Diskussion teil.

Klaubert, der gestern beim PZ-Talk »Alex' Doppelte Dosis« (ADD) zu mehr Vorsorge mahnte, betonte, dass Deutschland über leistungsfähige Strukturen und Fachkompetenz im Gesundheitswesen verfüge. »Wir haben starke Strukturen. Ich bin davon überzeugt, dass wir echte Power haben«, sagte er. Entscheidend sei, diese Fähigkeiten zu vernetzen und die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren praktisch zu erproben. 

Er berichtete von einem bereits durchgeführten Planspiel zu logistischen Prozessen der Arzneimittelversorgung innerhalb der Bundeswehr. Eine weitergehende Übung mit Industrie, Großhandel, öffentlichen Apotheken und Krankenhausapotheken wird für 2027 angestrebt.

Klaubert plädierte dafür, dass Apotheken systematisch prüfen sollten, ob Personal, Material, Infrastruktur, Organisation und Betriebsabläufe im Krisenfall verfügbar bleiben. 

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