| Melanie Höhn |
| 15.10.2026 22:25 Uhr |
Ines Perea vom BMG versicherte, dass das Gesundheitssicherstellungsgesetz (GeSiG) fertig erarbeitet sei und kurz vor der finalen Veröffentlichung stehe. Einen genauen Zeitpunkt könne sie aber derzeit nicht nennen. Eine krisenresiliente Versorgung ist aus ihrer Sicht nur mit den öffentlichen Apotheken realisierbar: »Wir brauchen sie als Partner auf den verschiedenen Ebenen«, erklärte sie. Perea begrüßt ausdrücklich die Strategiepapiere unterschiedlicher Akteure. Die Arzneimittellisten von Bundesapothekerkammer, Bundesärztekammer und Bundeswehr müssten später miteinander abgeglichen werden.
Perea machte zudem deutlich, dass die vollständige Unabhängigkeit von internationalen Lieferketten kaum realistisch sei. Ziel müsse vielmehr sein, besonders kritische Lieferketten zu identifizieren und ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. »Wir werden improvisieren müssen«, sagte sie. Auch bei sorgfältiger Vorbereitung könnten nicht alle Eventualitäten abgedeckt werden. Perea setzt deshalb sowohl auf belastbare Grundstrukturen als auch auf die Fähigkeit, im Ernstfall flexibel zu handeln. »Es wird nicht alles durch den Staat in der Form finanziert werden können, wie man sich das wünscht.«
Zudem listete Perea vier Punkte auf, die in einem verteidigungsbezogenen Szenario geregelt werden müssten: