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Pandemie-Bekämpfung

Corona-Teststrategie kostet bislang 2,6 Milliarden Euro

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie setzt die Bundesregierung noch auf flächendeckende und für die Bevölkerung kostenfreie Coronavirus-Tests. Aktuelle Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigen: Diese Strategie kostete den Bund bislang rund 2,6 Milliarden Euro. Derweil konnte im Mai 2021 mit knapp 54 Millionen Abstrichen ein Höchststand an durchgeführten Corona-Tests verzeichnet werden.
Charlotte Kurz
02.08.2021  15:30 Uhr

Seit nunmehr fünf Monaten bieten tausende Apotheken neben vielen weiteren Teststellen die sogenannten Bürgertests an. Vor allem zu Anfang im Frühling und in den Frühsommer-Monaten stieg die Nachfrage nach den Coronavirus-Schnelltests aufgrund von Öffnungsschritten und etwaigen Restaurant- oder Kinobesuchen stark an. In den vergangenen Wochen – bedingt durch eine stetig anwachsenden Impfquote – sank diese Nachfrage allerdings wieder. Seit dem 1. August müssen Apotheken, wie alle anderen Teststellen auch, zudem an die Corona-Warn-App (CWA) angebunden, beziehungsweise für die Anbindung registriert sein, um die Testkosten abrechnen zu können. Die neueste Entwicklung: Die kostenlosen Tests könnten bald auch wieder Geschichte sein. Darüber will die nächste Ministerpräsidentenkonferenz am 10. August beraten.

Doch wie viele Tests wurden in Deutschland in den vergangenen Monaten eigentlich durchgeführt? Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), die für die Abrechnung der Tests verantwortlich sind, melden einmal monatlich entsprechende Daten an die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Die aktuellen Daten (Meldung vom 20. Juli 2021) liegen der Pharmazeutischen Zeitung vor.

Demnach verzeichnete die KBV einen stetigen Anstieg der durchgeführten Abstrichnahmen von März bis Mai 2021. Im März wurden 9,52 Millionen Abstriche durchgeführt, im April 27,54 Millionen und im Mai sogar 53,62 Millionen. Im Juni sank diese Zahl wieder leicht auf 42,94 Millionen Abstrichnahmen. Darunter fallen jedoch nicht nur die kostenlosen Bürgertests, sondern auch die Abstriche für PCR-Testungen oder laborbasierte Antigentestungen. Damit dürfte die tatsächliche Anzahl der durchgeführten Bürgertests jeweils etwas unter den oben genannten Zahlen liegen. Auch können zwischen der Durchführung und Abrechnung der Tests einige Monate liegen, demnach könnten beispielsweise die Zahlen für Mai und Juni mit der nächsten Transparenzmeldung, die Mitte/Ende August erfolgen wird, auch nochmal höher ausfallen.

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