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Pandemie-Bekämpfung
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Corona-Teststrategie kostet bislang 2,6 Milliarden Euro

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie setzt die Bundesregierung noch auf flächendeckende und für die Bevölkerung kostenfreie Coronavirus-Tests. Aktuelle Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zeigen: Diese Strategie kostete den Bund bislang rund 2,6 Milliarden Euro. Derweil konnte im Mai 2021 mit knapp 54 Millionen Abstrichen ein Höchststand an durchgeführten Corona-Tests verzeichnet werden.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 02.08.2021  15:30 Uhr

Spitzenreiter: Nordrhein & Baden-Württemberg

Die Kosten für die Abstrichnahmen betragen derzeit insgesamt rund 1,67 Milliarden Euro (März bis inklusive Juni 2021). Für die Testkits kommen für den gleichen Zeitraum nochmal rund 916 Millionen Euro hinzu. Hier sind auch Kontingenttestungen in Einrichtungen inkludiert. Damit bezahlte der Bund bis Ende Juni 2021 Stand jetzt insgesamt rund 2,59 Milliarden Euro für Coronavirus-Tests. Ende Mai hatte dieser Betrag noch bei rund 660 Millionen Euro gelegen.

Zudem schlüsselt die Transparenzmeldung auch die durchgeführten Abstriche nach Regionen auf. So sind Nordrhein, aber auch Baden-Württemberg Spitzenreiter beim Thema Testen. Den bislang absoluten Höchstwert von 10,43 Millionen durchgeführten Tests verzeichnete die Region Nordrhein im Mai 2021. Auch im Juni wurden dort noch 8,91 Millionen Tests durchgeführt, im gleichen Zeitraum in Baden-Württemberg sogar 8,94 Millionen. Obwohl Bayern nach Nordrhein-Westfalen die meisten Einwohner haben, wurde dort beispielsweise aber – gemessen an der Bevölkerungszahl – relativ wenig getestet (5,22 Millionen Abstrichnahmen im Mai und 2,68 Millionen im Juni 2021).

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