| Cornelia Dölger |
| 26.10.2026 12:50 Uhr |
Radman warnt: »Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Versandunternehmen rechtliche Auseinandersetzungen über mehrere Instanzen führen können. Bis endgültige Entscheidungen vorliegen, können für viele Vor-Ort-Apotheken bereits irreversible wirtschaftliche Schäden entstanden sein.« Wenn die Politik nicht rechtzeitig handele, drohe »ein weiterer massiver Verlust an Vor-Ort-Apotheken«.
Linnemann hatte beim zurückliegenden Apothekertag in München auf die Wettbewerbsverzerrung durch Versender hingewiesen und angekündigt, dass er sich für gleich lange Spieße einsetzen werde. Man wolle keinen Keil zwischen online und offline treiben, so Linnemann damals. Aber die Antwort sei, es dürften beide oder keiner. »Wir müssen das abstellen.« Ob sich im Bundesgesundheitsministerium (BMG) etwas dazu tut, ist unklar; BMG-Staatssekretär Georg Kippels hatte jedenfalls unlängst beim Parlamentarischen Abend des Phagro in Berlin betont, dass er keine politischen Mehrheiten für ein Rx-Versandverbot sehe.