Ayran hilft, Salzverluste auszugleichen, die durch das Schwitzen bei hohen Temperaturen entstehen. / © Getty Images/Mizina
Wenn es draußen so richtig warm wird, ist vor allem eines wichtig: genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Wie kann man seinem Körper unter dieser Belastung etwas Gutes tun? Und was für sinnvolle Alternativen gibt es zum oft langweiligen Wasser?
Tipp 1: Finger weg von Eiswürfeln oder Getränken aus dem Gefrierfach. Ist man empfindlich, können die eiskalten Getränke zu Irritationen bis hin zum Durchfall führen. Leicht gekühlt dürfen die Getränke aber gern sein. Um Ihre Körpertemperatur müssen Sie sich keine Sorgen machen. Sie wird unabhängig von der Temperatur der Getränke reguliert. Laut der Universität Gießen geht es primär darum, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Die Temperatur des Getränks ist zweitrangig, sofern es nicht eiskalt ist.
Tipp 2: Routine schaffen. Alle zwei Stunden ein Glas trinken: So oder so ähnlich könnte Ihre Hitze-Routine aussehen. Denn: Bei Hitze braucht der Körper kontinuierlich Flüssigkeit. Es bringt nichts, auf Vorrat zu trinken, denn der Körper kann das Wasser nicht speichern. Eine Erinnerung auf dem Smartphone oder eine Trinkliste zum Abhaken können dabei helfen. Der Zielwert: Bei Hitze sollte man (tagsüber) alle 1 bis 2 Stunden ein Glas Wasser (0,2 Liter) trinken, auch wenn man noch nicht durstig ist, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Tipp 3: Wasser aufpeppen. Immer dieses geschmacklose Wasser? Das Getränk lässt sich leicht mit ein paar Zutaten aufpeppen. Probieren Sie doch mal gewaschenes und geschnittenes Obst, Gurke, Kräuter (zum Beispiel Dill oder Minze), einen Schuss Saft oder frische Ingwerscheiben in das Wasser zu geben. Auch ungesüßte Tees sind eine gute Wahl – leicht gekühlt oder lauwarm.
Tipp 4: Auch Kaffee ist erlaubt. Kaffee entzieht dem Körper Wasser? Diese Nachricht ist Schnee von gestern. Sie können beruhigt sein: Eine bis vier Tassen Kaffee pro Tag gelten laut der DGE als unbedenklich, ebenso schwarzer und grüner Tee, und sie können zur Flüssigkeitsbilanz hinzugezählt werden. Diese zu den Genussmitteln zählenden Getränke wirken allerdings ein wenig harntreibend; die ausgeschiedene Flüssigkeit muss wieder ersetzt werden.
Tipp 5: Keine Diätgetränke und kein Alkohol. Nicht alles, was trinkbar ist, hilft: Diät- und Sportgetränke sollten nicht zu viel getrunken werden. Sie enthalten meist Stoffe, die in größeren Mengen Nervosität oder Durchfall auslösen können, informiert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).
Bei Hitze wirkt Alkohol schneller und intensiver, warnt das Informationsportal kenn-dein-limit.de. Wer es übertreibt, riskiert Kreislaufprobleme bis zur Bewusstlosigkeit. Die hohen Temperaturen entziehen dem Körper darüber hinaus Flüssigkeit, da man schwitzt. Durch Alkohol gehen dem Körper außerdem noch mehr Mineralstoffe verloren. So kann es leichter zu Hitzschlägen kommen.