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Sommerdurchfall
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Vorbeugen und behandeln

Hochsommerliche Temperaturen können auch hierzulande das Auftreten von Durchfallerkrankungen begünstigen. Wie man ihnen vorbeugen kann und was im Akutfall hilft.
AutorKontaktMaria Pues
Datum 30.06.2026  18:00 Uhr

Während für Durchfallerkrankungen im Winter vor allem virale Ursachen im Vordergrund stehen – zum Beispiel Noro- oder Rotaviren –, stellen im Sommer sowohl große Hitze als auch bakterielle Ursachen häufige Auslöser dar. Für die Behandlung von Durchfallerkrankungen spielt dies zwar eine eher untergeordnete Rolle. Wichtig sind diese Hintergründe jedoch in der Vorbeugung – nicht zuletzt für vulnerable Gruppe wie Patienten mit chronischen Grunderkrankungen sowie ältere Menschen und Kinder.

So setzt Hitze nicht nur den Blutkreislauf unter Stress, auch das Verdauungssystem kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Um zu kühlen, leitet der Körper Wärme nach außen; periphere Blutgefäße erweitern sich. Die Durchblutung des Verdauungstrakts kann dabei vermindert sein, die Verdauungsleistung kann sinken, das Risiko für Durchfälle steigt. Diese wiederum verschlechtern die bei Hitze wichtige Flüssigkeitsversorgung, die auch für die Kühlung des Körpers benötigt wird – ein Teufelskreis, nicht nur für ältere Menschen, die häufig ohnehin zu wenig trinken.

Wer Hitzeschutz-Maßnahmen befolgt, unterstützt daher nicht nur sein Herz-Kreislauf-System, er kann auch Durchfallerkrankungen vorbeugen. Dazu gehören natürlich ausreichende Trinkmengen, sich Ruhezeiten zu gönnen und Sonnen- beziehungsweise Hitzehotspots möglichst zu meiden. Auch körperliche Anstrengungen sollten nach Möglichkeit reduziert werden. Da schwere Kost das Verdauungssystem ebenfalls unter Stress setzt, sollte eine leichte Kost bevorzugt werden. Ebenfalls keine gute Option ist Alkohol, denn er verschlechtert die Flüssigkeitsbilanz weiter. Wer viel schwitzt, sollte außerdem an seine Elektrolytversorgung denken. Salzhaltige Lebensmittel und Getränke wie Gemüsebrühe oder Ayran können dann hilfreich sein: Joghurt und kaltes Wasser etwa im Verhältnis 1:1 plus ein wenig Salz kräftig schütteln. Auch Elektrolytpräparate stellen eine Option dar.

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