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Hitzewelle
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Auf Mitmenschen achten, vor allem Pflegebedürftige

Die Bundesärztekammer und die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit KLUG rufen die Bevölkerung zu gegenseitigem Schutz angesichts des Hitzedoms über Europa auf. Kranke und pflegebedürftige Menschen sind besonders gefährdet.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 24.06.2026  15:30 Uhr

»Großflächige Hitzewellen bedrohen die Gesundheit sehr vieler Menschen und zählen zu den tödlichsten Extremwetterereignissen überhaupt«, warnen Ärzteschaft und Gesundheitsverbände. Der vorläufige Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle stehe am Wochenende bevor. Ob es danach zu einem nennenswerten Temperaturrückgang komme, sei noch unsicher. Die aktuelle Lage sei gerade deshalb so riskant, weil die hohen Temperaturen anhalten und sich Gebäude, Wohnungen und Praxisräume über die Tage immer weiter aufheizen und nachts kaum noch abkühlen.

»Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Zunahme hitzebedingter Erkrankungen und Todesfälle zu verringern«, so das Bündnis, indem man nicht nur sich selbst schützt, sondern auch gezielt auf Alleinstehende achtet. »Ein täglicher Anruf oder kurzer Besuch bei allein lebenden Nachbarinnen, Verwandten und Bekannten kann Leben retten.« Neben älteren Menschen, chronisch Kranken, Pflegebedürftigen und allein lebenden Personen gelten auch Schwangere, kleine Kinder sowie Menschen, die körperlich im Freien arbeiten, als besonders gefährdet. Im besten Fall gibt es ein Netzwerk, etwa aus Nachbarn, Freunden und Familie, das sich in Hitzephasen aktivieren lässt.

Ältere Menschen schwitzen weniger. Außerdem verspüren sie weniger Durst und trinken daher oft weniger. All das erhöht das Risiko für Dehydration und Überhitzung, wie das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf dem Portal »Klima Mensch Gesundheit« erklärt. Es gibt sechs Tipps, wie man Pflegebedürftige an heißen Tagen konkret unterstützen kann.

Körper abkühlen mit Wasseranwendungen

Wasser entzieht dem Körper Wärme. Verdunstet es auf der Haut, bringt das eine willkommene Kühlung. Möglichkeiten, sich diese Effekte zunutze zu machen, gibt es viele: So können pflegende Angehörige kühle, feuchte Umschläge auf Arme, Beine, Stirn oder Nacken der pflegebedürftigen Person platzieren, schlägt das BIÖG vor. Auch kühle beziehungsweise lauwarme Fußbäder oder Duschen schützen vor Überhitzung.

Noch einfacher: ein Wasserspray. Dafür Wasser in eine wiederverwendbare Sprühflasche füllen und die Haut damit nach Bedarf benetzen. Für die Nächte ist eine »Kühlflasche« – also eine Wärmflasche, die mit kaltem Wasser gefüllt ist – angenehm. Eines ist aber zu viel des Guten: Kühlakkus auf nackter Haut. Dann drohen Erfrierungen.

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