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Behindertensport

Erfolgreiche Partnerschaft

24.11.2009
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Von Stephanie Schersch / Mit den Paralympischen Spielen in Peking hat alles begonnen: Seit Mitte 2008 arbeitet die ADBA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) in einer langfristig ausgelegten Partnerschaft zusammen. Beide Seiten loben diese Kooperation als Win-win-Situation.

Mehr Resonanz und gesellschaftliche Akzeptanz für den Behindertensport in Deutschland – so lautet das zentrale Ziel der Zusammenarbeit. »Wir wollen die He-rausforderungen für Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft transparent und deutlich machen«, sagte Lutz Engelen, Vorsitzender des PR-Ausschusses der ABDA gegenüber der Pharmazeutischen Zeitung. »Gleichzeitig wollen wir den behinderten Sportlern zeigen, dass sie einen starken Partner an ihrer Seite haben.« Die ABDA ist Nationaler Förderer des DBS sowie der paralympischen Mannschaft. Vor Kurzem wurde die Zusammenarbeit mit dem Verband und seinen rund 500 000 Mitgliedern bis zunächst Ende 2010 verlängert. Im März 2010 werden die Sportler bei den Winterspielen in Vancouver antreten.

 

Erfolgreiche Sommerspiele

 

»Die Wettkämpfe in Kanada sind natürlich ein besonderer Höhepunkt unserer Kooperation«, sagte Engelen. Schon im vergangenen Jahr seien die Aktionen der Apotheken im Rahmen der paralympischen Sommerspiele in Peking ein Erfolg gewesen. Ein TV-Spot mit dem Leichtathleten Heinrich Popow hatte die Übertragung der Veranstaltungen auf ARD und ZDF begleitet. Mit Programmflyern wurde in den Apotheken außerdem auf die Sendezeiten und das Engagement der Apotheker hingewiesen. Die Präsenz der deutschen Mannschaft in Vancouver soll nun ähnlich gefördert werden.

 

Die Unterstützung durch die ABDA liegt ganz besonders im Bereich der öffentlichen Kommunikation. Denn die rund 21600 deutschen Apotheken mit ihren zahlreichen Kundenkontakten können dem Behindertensport in der Tat als Plattform dienen. »Die Apotheker sind prädestiniert hierfür«, sagte Engelen. »Über ihre tägliche Arbeit bringen sie die Empathie und das Bewusstsein für die Herausforderungen von Menschen mit Behinderung bereits mit.« Sie seien daher als unabhängige Heilberufler die perfekten Partner in der Kommunikation des Behindertensports.

 

Im Rahmen öffentlicher Auftritte hat sich die Apothekerschaft bereits mehrfach gemeinsam mit dem Behindertensport präsentiert. So etwa auf der Expopharm, wo die blinde Biathletin und vielfache Goldmedaillengewinnerin Verena Bentele als Botschafterin von ABDA und DBS am Stand der Apotheker auftrat. Neben dem Engagement auf Bundesebene baut die Apothekerschaft auch regionale Kooperationen weiter aus. »Der DBS ist mit seinen Landesorganisationen ebenso wie die Apothekerschaft föderal organisiert«, so Engelen. Daraus entstünden weitere Chancen der Zusammenarbeit, die zahlreiche Verbände bereits nutzen würden.

 

So haben etwa die Apothekenkammern und -verbände in Nordrhein-Westfalen bei der Fachmesse REHACare im Oktober mit dem dortigen Behinderten-Sportverband kooperiert. Die Apotheker hatten ihren Informationsstand nicht nur in der Halle der Sportler, sie übernahmen auch die Schirmherrschaft für ein vom Behindertensportverband organisiertes Turnier. Die Apotheker in Niedersachsen unterstützten Sportfeste für junge Menschen mit geistiger Behinderung. Sie präsentierten sich dort als Partner in Gesundheitsfragen, der persönliche Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen stand dabei im Mittelpunkt.

 

Viele weitere Aktionen dieser Art sollen folgen. »Die Kooperation mit dem Behindertensport ist keine Momentaufnahme«, betonte Engelen. »Unsere Zusammenarbeit ist mit langfristiger Perspektive angelegt. Deshalb haben wir uns auf Landes- und auf Bundesebene zum Ziel gesetzt, unsere Rolle als Partner und Förderer über kontinuierlich neue Anlässe in den nächsten Jahren weiter voranzubringen.« Aufseiten des Behindertensports werde die Förderung sehr gut aufgenommen, sagte Engelen (siehe dazu auch Interview: »Wir sind stolz auf diesen Partner«). Die Kooperation sei viel mehr als ein einseitiges Engagement. »Für mich liegt hierin eine klassische Win-win-Situation. Auch wir Apotheker profitieren stark von der Zusammenarbeit.« /

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