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Ernährung bei MASLD
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Wie man das Fett aus der Leber bekommt

Bei einer ungesunden Ernährungsweise lagert sich Fett in den Leberzellen ein und kann dort zu Entzündungen und Fibrose führen. Wie wird man das Fett wieder los? Es gibt eine ernährungsmedizinisch einfache Lösung.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 09.07.2026  10:30 Uhr

Besondere Rolle der Fructose

Das in der Leber gespeicherte Fett stammt somit nicht nur aus der Nahrung. Die Leber wandelt überschüssige Kohlenhydrate in Fettsäuren um. Deshalb kann sich eine Fettleber auch bei einer vergleichsweise fettarmen Ernährung entwickeln, wenn langfristig mehr Energie aufgenommen als verbraucht wird. »Gesättigte Fettsäuren und Transfette – wie sie häufig in frittierten und ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln vorkommen – tragen aber unabhängig vom Kaloriengehalt zur Entwicklung und Progression der MASLD bei«, erklärte Selig.

Auch Fructose spielt eine wichtige Rolle: Sie wird überwiegend in der Leber verstoffwechselt. Ein hoher Konsum fructosehaltiger Getränke fördert die hepatische De-novo-Lipogenese und somit die Fettakkumulation, verändert die Darmmikrobiota und begünstigt Entzündungsprozesse in der Leber. Damit gilt er als relevanter Risikofaktor für die Entwicklung einer MASLD (»Frontiers in Pharmacology« 2021, DOI: 10.3389/fphar.2021.783393). »Problematisch ist hier nicht das Obst, sondern Smoothies und zuckergesüßte Getränke«, sagte der Ernährungsmediziner.

Wie stellt man eine MASLD fest?

Eine MASLD ist schlecht zu erkennen, denn sie verursacht anfangs keine Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, sind sie meist unspezifisch: Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Konzentrationsprobleme oder Druck im Oberbauch. Aus der MASLD kann sich aber eine Entzündung (MASH) und eine Leberzirrhose entwickeln. Außerdem erhöht die Erkrankung das Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom (HCC).

Eine MASLD wird häufig nur zufällig entdeckt. Bei Risikopersonen kann aber gezielt danach gesucht werden. Gemäß der S2k-Leitlinie zur nicht alkoholischen Fettlebererkrankung, wie die MASLD bis vor Kurzem noch hieß, »sollten nicht invasive Fibrosescores wie FIB 4 und NAFLD Fibrosis Score zur ersten Risikostratifizierung eingesetzt werden, bevor bildgebende Verfahren oder invasive Diagnostik erwogen werden«, so Selig. Häufig werden Ultraschalluntersuchungen eingesetzt. In spezialisierten Zentren können zusätzlich Verfahren wie die Elastografie (Fibroscan), die Magnetresonanzspektroskopie oder in besonderen Fällen eine Leberbiopsie angewendet werden, etwa wenn der Verdacht auf eine entzündliche Form der Erkrankung besteht.

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