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Ernährung bei MASLD
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Wie man das Fett aus der Leber bekommt

Bei einer ungesunden Ernährungsweise lagert sich Fett in den Leberzellen ein und kann dort zu Entzündungen und Fibrose führen. Wie wird man das Fett wieder los? Es gibt eine ernährungsmedizinisch einfache Lösung.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 09.07.2026  10:30 Uhr

Kein radikales Fasten

»Da die Gewichtsreduktion einen zentralen therapeutischen Ansatz bei der MASLD darstellt, kann Intervallfasten aufgrund seiner gewichtsreduzierenden Wirkung auch zu einer Verbesserung der Leberverfettung und entzündlicher Prozesse beitragen«, berichtet Selig gegenüber der PZ. Die bisherige Evidenz zeige jedoch keinen Vorteil gegenüber klassischen Formen der Kalorienrestriktion. Im Vergleich sei Intervallfasten bei MASLD ähnlich effektiv: Es führt zu einem klinisch relevanten, jedoch moderaten Gewichtsverlust und verbessert metabolische Parameter, ohne dass ein spezifischer Zusatznutzen für die Leber nachgewiesen wäre.

Im Gegensatz dazu sei langfristiges Fasten von mehreren Tagen bis Wochen, einschließlich des sogenannten Wasserfastens, bei dem ausschließlich Wasser aufgenommen wird, nicht empfehlenswert. »Solche Fastenformen führen zwar zu einem Gewichtsverlust, dieser beruht jedoch primär auf Wasserverlust und dem Abbau von Muskelmasse, nicht auf einer nachhaltigen Reduktion des Körperfettanteils.« Zudem seien sie mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden, darunter Elektrolytstörungen, Kreislaufinstabilität, Hypoglykämien, Nierenfunktions- und Herzrhythmusstörungen.

»Für Patientinnen und Patienten mit MASLD existiert nach meinem aktuellen Kenntnisstand keine Evidenz, dass Wasserfasten die Erkrankung verbessert. Vielmehr kann die Mobilisierung großer Mengen freier Fettsäuren während längerer Fastenperioden die Leber zusätzlich belasten«, sagt Selig.

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