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Ernährung bei MASLD
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Wie man das Fett aus der Leber bekommt

Bei einer ungesunden Ernährungsweise lagert sich Fett in den Leberzellen ein und kann dort zu Entzündungen und Fibrose führen. Wie wird man das Fett wieder los? Es gibt eine ernährungsmedizinisch einfache Lösung.
AutorKontaktChristina Hohmann-Jeddi
Datum 09.07.2026  10:30 Uhr

Wie lässt sich der Fettgehalt in der Leber reduzieren?

Lebensstiländerungen sind für MASLD-Patienten essenziell. »Die Ernährungstherapie ist eine wichtige Säule der Therapie«, sagte Selig. »Es gibt gute Evidenz dafür, dass wir darüber die Insulinresistenz und den Stoffwechsel positiv beeinflussen und Leberverfettung und -entzündung reduzieren können.« Wichtig sei dabei, die Lebensstiländerungen nicht allein in die Verantwortung der Patienten zu legen, sondern diese durch eine strukturierte Ernährungsberatung zu unterstützen.

»Das Hauptziel der Ernährungstherapie ist ein Kaloriendefizit«, betonte der Mediziner. Dadurch und durch die daraus folgende Gewichtsreduktion kann der Leberfettgehalt gesenkt werden. In Studien reduzierte sich ab einer Gewichtsreduktion von 5 Prozent der intrahepatische Fettgehalt. Bei 7 bis 10 Prozent Gewichtsverlust nahm die Entzündungsaktivität im Gewebe ab und die Fibrose wurde gehemmt. »Je mehr ein Patient abnimmt, desto besser ist das Ergebnis mit Blick auf Fettgehalt und Fibrosierung«, so Selig. Dabei sei eine langsame Gewichtsreduktion nachhaltiger und erfolgreicher als eine kurzfristige sehr restriktive Diät.

Grundsätzlich gelte es, realistische, individuell angepasste Therapieziele zu definieren. Neben der Gewichtsreduktion gehe es dabei um eine Verbesserung des Gesundheitsverhaltens, des Selbstmanagements und der Stressverarbeitung sowie letztlich um eine Steigerung der Lebensqualität.

Das Ziel sei, alle Patienten auf die Grundlage einer gesunden Ernährung laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu bekommen. »Während allerdings die DGE einen hohen Obstkonsum empfiehlt, sollte bei MASLD insbesondere der Konsum von Fruchtsäften und Smoothies aufgrund ihres hohen freien Fructosegehalts eingeschränkt werden.«

Laut Leitlinie ist eine mediterrane Ernährung empfehlenswert. Diese setzt vor allem auf Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und hochwertige Fette wie Olivenöl. Fisch und Meeresfrüchte sollten bei dieser Ernährungsform regelmäßig, rotes Fleisch sowie Milchprodukte moderat verzehrt werden. Mit einer mediterranen Ernährung lässt sich laut einer Metaanalyse aus dem Jahr 2021 der Fettgehalt der Leber reduzieren, aber nicht der Blutzucker oder der Fettstoffwechsel verbessern. Auch die sehr ähnliche DASH-Diät, die einen zusätzlichen Fokus auf die Verringerung des Salzkonsums legt, sei empfehlenswert, berichtete der Mediziner.

Generell gelte es, den Konsum von ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren, weil diese aufgrund der gesättigten Fettsäuren, Transfette und Zusatzstoffe entzündungsfördernd wirken könnten.

Das Fazit: Um den Fettgehalt der Leber zu senken, sollte der Konsum von hochkalorischen und fructosehaltigen Lebensmitteln sowie von gesättigten Fettsäuren und von Alkohol reduziert werden. Umsetzen ließe sich dies durch eine ballaststoffreiche, pflanzenbasierte Ernährung mit pflanzlichen Ölen (ungesättigte Fettsäuren) und pflanzlichen Proteinquellen wie Hülsenfrüchte, Sojaprodukte oder Nüsse. Diese seien gegenüber verarbeiteten tierischen Proteinquellen zu bevorzugen. Kaffee hat einen protektiven Effekt unabhängig vom Koffeingehalt. Insgesamt sollte eine Gewichtsreduktion durch hypokalorische Ernährung erreicht werden.

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