Beim Heizen wird die Luft in Innenräumen erwärmt. Dadurch sinkt die relative Luftfeuchtigkeit, sofern nicht Feuchtigkeit zugeführt wird. Trockene Luft kann die Schleimhäute reizen und die natürliche Reinigungsfunktion der Atemwege beeinträchtigen. Diese soll dem Körper helfen, Schleim, Partikel und Krankheitserreger abzutransportieren.
In einer Studie mit Mäusen schwächte trockene Luft zudem die Abwehr von Grippeviren. Untersuchungen mit künstlich erzeugten Husten-Aerosolen deuteten außerdem darauf hin, dass diese Viren bei niedriger Luftfeuchte länger infektiös bleiben.
Trockene Heizungsluft kann die Übertragung von Atemwegsviren demnach unter bestimmten Bedingungen begünstigen. Die Ergebnisse aus Tierversuchen und künstlichen Aerosolen lassen sich jedoch nicht unmittelbar auf alle Situationen in Innenräumen übertragen.