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Kandidaten im Überblick
Welche Impfstoffe gegen Corona am aussichtsreichsten sind

Johnson & Johnson und Janssen

Mit Janssen, der belgischen Tochter des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson, schloss die EU-Kommission Verträge über die mögliche Lieferung von 200 Millionen Dosen seines vektorbasierten Impfstoffs Ad26COVS1. Vorgesehen ist zudem eine Option für weitere 200 Millionen Dosen, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Der Impfstoff befindet sich ebenfalls in Phase III. Vor wenigen Tagen gab Johnson & Johnson jedoch bekannt, dass es seine Studie wegen einer ungeklärten Erkrankung eines Probanden vorübergehend unterbrochen habe.

Sanofi und Glaxo-Smith-Kline

Der Subunit-Impfstoff der beiden Hersteller Sanofi (Frankreich) und GSK (Großbritannien) wird seit September klinisch getestet. Die entscheidende Phase-III-Studie soll bis Ende 2020 starten. Läuft alles glatt, wollen die Hersteller den Impfstoff im zweiten Halbjahr 2021 verfügbar haben. Die EU hat einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Einheiten geschlossen.

Biontech und Pfizer, Curevac und Moderna

Mit diesen Unternehmen hat die EU nach eigenen Angaben bereits erfolgreiche Sondierungsgespräche abgeschlossen. Während Biontech/Pfizer und Moderna ihre Impfstoffe schon in Phase III testen, ist der Impfstoff des deutschen Herstellers Curevac noch nicht ganz so weit und wird in Phase II untersucht. In allen drei Fällen handelt es sich um mRNA-basierte Vakzinen.

Weitere Covid-19-Impfstoffe

Neben den von der EU favorisierten Herstellern sind auch andere Konzerne mit ihren Impfstoff-Kandidaten schon recht weit. Dazu gehören die chinesischen Firmen Sinovac und Sinopharm mit inaktivierten Ganzvirus-Impfstoffen sowie Cansino mit einem vektorbasierten Impfstoff. Auch das US-Unternehmen Novavax testet seinen Subunit-Impfstoff bereits in Phase III.

Das Moskauer Gamaleja-Forschungszentrum hat den weltweit ersten Corona-Impfstoff entwickelt, der in Russland zur breiten Verwendung in der Bevölkerung registriert ist – gegen internationale Bedenken. Die Anwendung des vektorbasierten Impfstoffs mit den Namen Sputnik-V wurde parallel zum Start der Phase III genehmigt. Vorgestern sei in Russlandein zweiter Impfstoff mit dem Namen EpiVacCorona registriert worden, sagte Präsident Wladimir Putin der Staatsagentur Tass zufolge. Er basiert auf Peptiden.

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