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Palliativpatienten
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Therapiekontrolle für mehr Lebensqualität

Ziel der Palliativversorgung ist die bestmögliche Symptomlinderung der Patienten bei Berücksichtigung ihrer aktuellen Situation, ihrer Bedürfnisse und Wünsche. Dabei hilft ein umfassendes und gezieltes Therapiemonitoring. Das pharmazeutische Personal kann sich hier vielfältig einbringen.
AutorKontaktPetra Dietz-Laukemann
AutorKontaktStefanie Pügge
Datum 23.02.2025  08:00 Uhr

Laborparameter einbeziehen

Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Arzneimitteln ist die Organfunktion, insbesondere von Nieren und Leber. Diese Organe sind bei Palliativpatienten häufig bereits durch Alter, Vorerkrankungen oder Behandlungen geschädigt. Grundsätzlich sollten Arzneistoffe, die Leber und Niere weiter schädigen, möglichst vermieden werden. Dosierungen müssen abhängig von der Kreatinin-Clearance beziehungsweise vom Child-Pugh-Score angepasst werden (Tabelle 2).

Hilfestellungen für die Dosisberechnungen bieten verschiedene Webseiten, die im Kasten unten zusammengefasst sind. Ebenso gelistet sind Quellen zur Unterstützung beim Therapiemonitoring.

Bei einer Leberinsuffizienz ist die Unterscheidung zwischen Low- und High-Extraction-Drugs für die Dosisberechnung wichtig. Bei Letzteren erhöht sich aufgrund des fehlenden First-Pass-Effekts die Bioverfügbarkeit und deshalb sollte die Dosis zu Beginn reduziert werden. Dies trifft zum Beispiel auf Opioidanalgetika zu (Tabelle 2).

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