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Alzheimer
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Strategien zur Demenzprävention

Demenzerkrankungen nehmen künftig deutlich zu und sind bislang nicht heilbar. Da auch neue Antikörpertherapien nur begrenzt wirksam sind, rücken Prävention und frühe Intervention verstärkt in den Fokus. Welche Ansätze verfolgt die Forschung und was kann man selbst tun?
AutorKontaktCarsten Culmsee
AutorKontaktJana Fedjaev
AutorKontaktAntonia Hoffmann
Datum 18.09.2026  07:00 Uhr

Fazit

Die wirksamste derzeit verfügbare Strategie zur Demenzprävention bleibt die konsequente Kontrolle modifizierbarer vaskulärer, metabolischer, sensorischer und psychosozialer Risikofaktoren über die gesamte Lebensspanne hinweg. Darüber hinaus können Impfungen gemäß den geltenden Empfehlungen schwere Infektionserkrankungen verhindern und mit einem verminderten Demenzrisiko assoziiert sein.

Neue biologische Ansätze erweitern das Spektrum potenzieller Frühinterventionen. Der ApoEε2-Gentransfer wird bereits in klinischen Studien bei einer kleinen Gruppe genetisch besonders gefährdeter Personen untersucht. Nicotinamid-Ribosid hat erste klinische Studien zur Dosisfindung und Biomarkeranalyse erreicht, während Lithiumorotat bislang primär hinsichtlich Sicherheit und Zielerreichung geprüft wird. Interventionen, die auf das glymphatische System abzielen, ebenso wie ApoE-Strukturkorrektoren und IDO1-Inhibitoren, befinden sich über­wiegend noch in der präklinischen Entwicklungsphase.

Ob diese Ansätze tatsächlich das Auftreten einer Demenz verhindern oder den klinischen Verlauf relevant verzögern können, müssen größere randomisierte Studien mit ausreichend langer Behandlungs- und Nachbeobachtungsdauer belegen. Entscheidend wird sein, Personen mit erhöhtem Risiko früh­zeitig zu identifizieren und präventive Interventionen gezielt an genetische, metabolische und immunologische Krankheitsmechanismen anzupassen. Prävention entwickelt sich damit zunehmend von allgemeinen Lebens­stilempfehlungen hin zu einer Bio­markerbasierten und potenziell personalisierten Frühintervention.

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