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PhiP im HV

Selbstmedikation bei Hämorrhoidalleiden

Ein sehr harter Stuhl kann Schmerzen und Blutungen verursachen. Daher ist es bei Hämorrhoidalleiden ratsam, für eine weiche Stuhlkonsistenz zu sorgen. Die Einnahme von Quellstoffen wie Flohsamen (-schalen) oder auch osmotisch wirksame Laxanzien wie Macrogol kann dies begünstigen. Einige wissenschaftliche Studien ergaben positive Wirkungen von Flavonoiden wie Rutin, Citrusbioflavonoiden und Diosmin. Wegen ihrer gefäß- und ödemprotektiven Wirkung werden die als Venenmittel konzipierten Stoffe auch peroral bei Hämorrhoidalleiden eingesetzt.

Nichtmedikamentöse Tipps

  • Ausreichend trinken
  • Regelmäßige Bewegung
  • Stuhldrang nicht zurückhalten
  • Ballaststoffreiche Ernährung
  • Sanfte Analhygiene
  • Stuhlkonsistenz verbessern
  • Beim Stuhlgang nicht pressen
  • Analvorlagen verwenden

Schwangerschaft 

Hämorrhoidalleiden treten während der Schwangerschaft recht häufig auf. Mögliche Gründe sind die hormonelle Umstellung und der zusätzliche Druck auf den Hämorrhoidalplexus. Ratsam sind dann eine ballaststoffreiche Ernährung, erhöhte Flüssigkeitszufuhr und Sitzbäder. Laut Embryotox können Lidocain-haltige Salben sowie Gerbstoff- oder Zinkoxid-haltige Topika eingesetzt werden. Schwangere sollten immer einen Arzt konsultieren, denn häufig stecken auch Analfissuren, Analthrombosen oder Marisken, also weiche bis derbe Knoten oder Hautlappen am äußeren Analrand, hinter den Beschwerden. Diese verschwinden oftmals ohne Behandlung innerhalb von bis zu 24 Wochen nach der Entbindung wieder.

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