Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Homöopathie-Bericht
-
Kein einziges Molekül mehr enthalten

Die Bundesregierung will Homöopathie wegen mangelnder Evidenz aus der Kassenerstattung streichen. Auch in Spanien zweifelt die dortige Arzneimittelbehörde die Wirksamkeit homöopathischer Therapien an; die meisten Studien, die einen Nutzen belegten, seien methodisch fragwürdig. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 12.05.2026  10:30 Uhr

Klare Linie auch in anderen Ländern

Spanien folgt damit dem Kurs anderer Länder im Umgang mit Homöopathie. Frankreich und Großbritannien haben die staatliche Finanzierung beendet beziehungsweise planen dies, die USA verlangen deutliche Warnhinweise, Australien will Homöopathie zur Behandlung chronischer oder schwerer Krankheiten ausschließen.

Der Ausstieg aus der Erstattung wird hierzulande immer wieder gefordert und politisch erwogen – zuletzt konkretisierte er sich mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Demnach sollen homöopathische Leistungen nicht länger als Satzungsleistung erstattungsfähig sein; zur Regelversorgung zählen sie ohnehin nicht. 

Homöopathie‑Verbände kritisieren den Schritt als Einschränkung der Wahlfreiheit und warnen vor letztlich steigenden Kosten, falls Homöopathie-Patientinnen und -Patienten auf teurere konventionelle Präparate umsteigen müssten. 

Mehr von Avoxa