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Depressionen: Medikamentenumsatz wird stark steigen

 

Der Absatz von Antidepressiva und Antipsychotika wird bis 2025 stark ansteigen, da mehr Menschen eine psychiatrische Diagnose erhalten und neue Medikamente auf den Markt kommen sollen. Laut eines Berichts des Pharmaanalysten Global Data soll der Umsatz für Medikamente gegen depressive Erkrankungen auf sieben wichtigen Märkten inklusive Deutschland von 2,9 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2025 steigen. Dazu zählt der Analyst auch die atypischen Neuroleptika, die bei bipolaren Störungen und schweren Depressionen zum Einsatz kommen, wenn der Patient auf Antidepressiva nicht ausreichend anspricht. Allein auf Aripiprazol (Abilify® von Otsuka und Bristol-Myers-Squibb), Quetiapin (Seroquel® XR von Astra-Zeneca) und Brexpiprazol (Rexulti® von Otsuka und Lundbeck) sollen 2 Milliarden Euro Umsatz entfallen. Brexpiprazol ist seit 2015 in den USA zugelassen und soll laut Global Data 2018 auf den europäischen Markt kommen.

 

Grund für den starken Anstieg der Verschreibungen sind laut Analyse das steigende Bewusstsein für depressive Störungen in der Öffentlichkeit, mehr reguläre Screenings und vermehrter Stress in den Industrieländern. Die Pharmaindustrie reagiert auf die Nachfrage: Neben Brexpiprazol könnten drei weitere Substanzen für die Indikation depressiver Störungen bis 2025 auf den Markt kommen: das bisher als Anästhetikum eingesetzte Esketamin (Janssen), der neuartige NMDA-Agonist Rapastinel (Allergan) und das 2015 in den USA zugelassene atypische Neuroleptikum Cariprazin (Vraylar® von Actavis). Zudem befinden sich einige Kombinationspräparate in späten Phasen der klinischen Entwicklung: Bupropion und Dextromethorphan (AXS-05 von Axsome Therapeutics), Aripiprazol und Sertralin (ASC-01 von Otsuka) und Buprenorphin und Samidorphan, einem neuen µ-Opioidantagonisten (ALKS-5461 von Alkermes). (dh)

  

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Wirkstoffprofil Aripiprazol|Abilify®|71|2004Quetiapin|Seroquel®|71|2000Bupropion|Zyban®|39|2000 und Sertralin|Gladem®|71|1997 in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

 

USA: Neues Antipsychotikum zugelassen, Meldung vom 22.09.2015

 

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18.10.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Janceluch