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Affenpocken

Impfstoffe werden nur gezielt eingesetzt

Bislang keine auffälligen Mutationen

Zurzeit wird genau untersucht, ob und wie sich das Affenpockenvirus molekularbiologisch verändert. Wölfels Labor hat die Virusgenome der beiden Münchener Patienten sequenziert und zumindest keine offensichtlichen größeren genetischen Veränderungen festgestellt, die darauf hindeuten, dass sich das Virus besser an den Menschen anpasst.

»Wir schauen uns jetzt jede einzelne veränderte Base genau an, denn an der falschen Stelle können auch solche Mutationen große Unterschiede ausmachen«, erklärte Wölfel. Bislang seien aber auch international noch keine bahnbrechenden Änderungen im Virusgenom aufgefallen. Als DNA-Viren seien Pockenviren deutlich weniger anfällig für Mutationen als RNA-Viren, zu denen etwa die Coronaviren gehören.

Warum es derzeit gehäuft zu den von Mensch zu Mensch übertragenen Infektionen kommt, während zuvor meist Mensch-Tier-Kontakte ausschlaggebend waren, könne man noch nicht sagen.

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