Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) spricht in einer Pressemitteilung von einem »schwarzen Freitag für die Psychotherapie« und »einer Katastrophe«. Von finanziellen Unsicherheiten und Rechtsstreitigkeiten ist die Rede. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten schlagen bereits seit Längerem Alarm.
»Längst geklärte Standards werden unnötigerweise zurückgenommen – das ist ein gravierender Fehler«, sagt Enno Maaß, Bundesvorsitzender der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV), laut der Pressemitteilung. »Der Wegfall der Kurzzeittherapie-Zuschläge ist kontraproduktiv«, fügt Christina Jochim, ebenfalls Bundesvorsitzende der DPtV, hinzu. Den Entschließungsantrag bezeichnen sie als ein wichtiges Signal der Regierung, der aber auch Vorschläge enthält, die »dringend auf die Besonderheiten der psychotherapeutischen Versorgung abgepasst werden müssen«.
Auch der Hausärztinnen- und Hausärzteverband spricht von einem »schwarzen Tag für die hausärztliche Versorgung«. Von einem »katastrophal schlechten Gesetz« sprechen die Bundesvorsitzenden des Verbands, Nicola Buhlinger-Göpfarth und Markus Blumenthal-Beier. Denn Kürzungen sind auch im hausärztlichen Bereich vorgesehen, etwa eine teilweise Rückabwicklung der Entbudgetierung oder die Streichung der Vergütung für die Organspende-Beratung. »Die Folgen werden nicht nur unsere hausärztlichen Praxen, sondern alle 74 Millionen GKV-Versicherte konkret zu spüren bekommen«, heißt es in der Pressemitteilung.
»Unsere Patientinnen und Patienten haben in den vergangenen Wochen hunderttausende E-Mails an ihre Bundestagsabgeordneten geschrieben. Gesundheitsministerin Nina Warken hat jedoch überhaupt kein Interesse daran gezeigt, die hausärztliche Versorgung in der gewohnten Qualität zu erhalten und damit auch das Votum von unzähligen Patientinnen und Patienten ignoriert«, so Buhlinger-Göpfarth weiter.