Uneingeschränkt empfehlenswert sind hingegen Lebensstilmaßnahmen wie eine ausgewogene Vollwertkost. Die Reduktion scharfer Gewürze kann sich positiv auf Hitzewallungen auswirken. Funktionswäsche – auch für die Nacht – kann diese zudem erträglicher machen. Regelmäßiger Sport und Entspannungsübungen tragen dazu bei, Stress abzubauen und einen erholsamen Schlaf zu unterstützen.
In der Beratung gilt außerdem zu beachten: Auch vermeintlich typische Wechseljahresbeschwerden können andere Ursachen haben. Bei einem entsprechenden Verdacht sollte daher zu einer ärztlichen Abklärung geraten werden. Das gilt auch, wenn eine Selbstmedikation nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. Und: In die Zeit der Wechseljahre fallen bei vielen Frauen auch starke Veränderungen des Alltags: Die Eltern benötigen Unterstützung oder werden pflegebedürftig, die Kinder werden »flügge« und verlassen das Elternhaus, es kommt zu Veränderungen am Arbeitsplatz. Hier kann (zusätzlich) psychologische oder organisatorische Unterstützung sinnvoll sein.
Die Wechseljahre (Klimakterium) umfassen den gesamten Zeitraum der hormonellen Umstellung. Sie unterteilen sich in die Prämenopause (Zeitraum, in dem anovulatorische Zyklen zunehmen und die Menstruationsblutungen unregelmäßiger werden), die Perimenopause (Zeitphase vor und nach dem Ausbleiben der Monatsblutung; umfasst rund zwei bis vier Jahre), die Menopause (Zeitpunkt der letzten Menstruation, nach der mindestens zwölf Monate keine Blutung mehr folgt; durchschnittlich im Alter von rund 52 Jahren) und die Postmenopause (beginnt ein Jahr nach der Menopause und endet mit der Besserung der klimakterischen Beschwerden). Rund ein Drittel der Frauen kommt beschwerdefrei durch diese Zeit, ein Drittel berichtet von leichten Symptomen und ein Drittel leidet unter starken Symptomen.