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»Leer gefegter Markt«

Großhandel verzeichnet Lieferengpässe bei Schnelltests

Preis wird sich bei 2 bis 3 Euro je Test einpendeln

Moritz Bubik, Geschäftsführer bei Technomed, die ebenfalls Schnell- und Selbsttests in vielen europäischen Länder vertreiben, weiß auch den Grund hierfür: Viele Unternehmen haben ihre Lager im Sommer geleert und zu weniger als 1 Euro je Test abgestoßen, so Bubik. Denn: Nachdem die Lieferfähigkeit von Tests im Frühjahr ähnlich angespannt war wie derzeit, hat sich die Situation in den Sommermonaten deutlich entspannt.

Jetzt hat sich die Nachfrage aber schlagartig gewandelt und Händler stocken derzeit die Bestellungen wieder deutlich auf. »Allerdings dauert es ein paar Wochen bis sogar Monate bis Ware aus China über den Seeweg nach Europa kommt«, so Bubik. Auch die Luftlogistik, über die in wenigen Wochen Nachschub kommen kann, sei derzeit fast ausgelastet. Insgesamt sieht Bubik aber keinen Engpass bei den Schnelltests, durch die verstärkte Nachfrage werde es aber ein paar Wochen dauern, bis sich die Situation wieder entspannt. »Es gibt genug Angebot, derzeit ist es aber eine Frage der Logistik, dass auch alles ankommt«, sagte Bubik der PZ. In seinen Augen sei die Situation derzeit im Vergleich zum Frühjahr aber nicht so dramatisch. Er prognostiziert, dass sich der aktuelle Preis der Tests bei jeweils etwa zwei bis drei Euro einpendeln wird. Nur bei sehr großen Bestellmengen könnten die Tests auch für etwas weniger als zwei Euro je Stück zu kaufen sein.

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