| Daniel Finke |
| 19.02.2026 09:00 Uhr |
Chronische und infizierte Wunden erfordern ein strukturiertes, leitlinienbasiertes Vorgehen, das sowohl die lokale Wundsituation als auch zugrunde liegende Erkrankungen berücksichtigt. Eine präzise Einordnung von Wundtyp, Infektionsstatus und Risikofaktoren bildet die Basis für eine zielgerichtete Therapie und eine realistische Einschätzung des Heilungsverlaufs.
Gerade in der interprofessionellen Zusammenarbeit kommt der Apotheke dabei eine zentrale Rolle zu: durch fundierte Beratung, Förderung der Therapieadhärenz und frühzeitiges Erkennen von Warnzeichen. So kann sie wesentlich dazu beitragen, Komplikationen zu vermeiden und die Versorgungsqualität von Patienten mit komplexen Wunden nachhaltig zu verbessern.
Daniel Finke ist Fachapotheker für Allgemeinpharmazie sowie AMTS-Manager. Von November 2015 bis Juni 2019 war er stellvertretender Filialleiter der Burg-Apotheke in Nienborg bei Münster. Danach wechselte er nach Osnabrück in eine öffentliche Apotheke mit Schwerpunkt Rheumatologie und Onkologie. Finke arbeitet seit 2015 als unabhängiger Referent für zahlreiche Apothekerkammern, Verbände und Pflegeeinrichtungen, wobei im Fokus praxisrelevante Themen, vor allem aus der Selbstmedikation, stehen. Zudem betreut er Pharmazeuten im Praktikum in Arbeitszirkeln der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.