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Notfälle
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Erste Hilfe bei Babys und Kindern

Stürze, akute Vergiftungen, lebens­bedrohliche Unfälle: Geraten Säuglinge oder Kinder in Not, ­wollen Erwachsene gern helfen. Häufig sind sie jedoch unsicher, ob falsches Handeln eventuell mehr schadet als nützt. Doch für Jung oder Alt gilt: Rasche Hilfe kann Leben retten. Die Apotheke ist oft erste Anlaufstelle bei Notfällen im Kleinkindalter.
AutorKontaktBarbara Staufenbiel
Datum 24.11.2019  08:00 Uhr

Pseudokrupp

Als Folge viraler oder bakterieller Infektionen, Allergie oder Tabakrauch in der Wohnung kann es bei Säuglingen und Kleinkindern zu einer entzündlichen Schwellung der Schleimhäute unterhalb der Stimmritze kommen (Pseudokrupp). Die Verengung der Atemwege äußert sich in einem charakteristischen bellenden Husten mit krächzendem Einatmen (Stridor) bis zur akuten Erstickungsgefahr (Notarzt rufen). Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren sind besonders betroffen, da die Anatomie von Kehlkopf und Luftröhre noch sehr eng ist.

Pseudokrupp tritt vor allem in den Abend- und Nachtstunden auf, da dann der antientzündlich wirkende körper­eigene Cortisonspiegel niedrig ist. Ruhe und frische kalte Luft lindern die Beschwerden. Zur Differenzialdiagnose (Diphtherie) oder bei ausbleibender Besserung muss das Kind zum Arzt oder in die Klinik gebracht werden. Corticoid-haltige Zäpfchen (rezeptpflichtig) dienen zur Abschwellung der Schleimhaut.

Fazit

Die meisten Notfälle bei Kindern ereignen sich in häuslicher Umgebung. Schnelles Handeln kann dann Leben retten. Wichtige Hinweise aus der ­Apotheke unterstützen die Eltern. Hilfreich ist sicher auch ein Vortrag, den die Apotheke zum Thema »Erste Hilfe bei ­Kindernotfällen« zusammen mit dem ­Kinderarzt oder einem örtlichen Rettungsdienst veranstaltet.

Literatur bei der Verfasserin

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