Manche Frauen befürchten, dass eine zusätzliche Jodzufuhr schädlich sein könnte. Orientierung bieten hier Informationen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Danach gilt eine tolerierbare Obergrenze von insgesamt 600 µg Jod täglich für Erwachsene einschließlich Schwangeren für unbedenklich. Vorsicht ist jedoch geboten bei getrockneten Algen- und Seetangprodukten. Sie können sehr hohe und teils stark schwankende Jodgehalte aufweisen, die sich nachteilig auf die Schilddrüsengesundheit auswirken können.
Ein bis zwei Portionen fettreicher Seefisch können die Versorgung mit den wichtigen langkettigen Omega-3-Fettsäuren sicherstellen. Eine ausreichende Versorgung war in Studien positiv mit der neurologischen Entwicklung und dem Wachstum des Fetus assoziiert. Allerdings verzichten inzwischen immer mehr Menschen auf den Verzehr – sei es aus Umweltschutzgründen (Überfischung der Meere) oder aufgrund einer möglichen Schadstoffbelastung, insbesondere mit Quecksilberverbindungen. Schwangeren, die keinen Fisch verzehren, wird empfohlen, täglich 200 mg DHA über ein Supplement zu sich zu nehmen. Einige Studien weisen darauf hin, dass unter anderem auch das Risiko für Präeklampsie, Frühgeburt sowie peri- und postpartale Depression reduziert werden kann.
Veganerinnen sollten außerdem auf ihre Versorgung mit Vitamin B12 achten, da dieses praktisch ausschließlich über Lebensmittel tierischer Herkunft aufgenommen wird. Die DGE schätzt den täglichen Bedarf auf 4 µg. Für Schwangere liegt er laut DGE bei 4,5 µg und für Stillende bei 5,5 µg.
Keine Supplementation in Eigenregie sollte bei Eisen erfolgen. Sie sollte nur bei nachgewiesenem Mangel vorgenommen werden, das heißt nach ärztlicher Untersuchung und Festlegung der erforderlichen Dosierung.