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Schwangerschaft
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Empfohlene Ergänzungen

Die Versorgung mit Mikronährstoffen ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. Worauf sollte man achten? Welche Dosierung empfiehlt sich? Und wie lange sollten Supplemente eingenommen werden?
AutorKontaktMaria Pues
Datum 25.08.2026  09:00 Uhr

In der Schwangerschaft für zwei essen – dieser Ansatz ist lange überholt. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) besteht im ersten Trimester überhaupt kein zusätzlicher Kalorienbedarf. Im zweiten Trimester sind es 250 kcal und im dritten 500 kcal täglich. Dies gilt für normalgewichtige Frauen und wenn die gewohnte körperliche Aktivität beibehalten wird. Besteht bereits Übergewicht oder wird die tägliche Bewegung reduziert, sinkt der Energiebedarf entsprechend.

Während der Kalorienbedarf also mitunter überschätzt wird, wird der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen von vielen Frauen mit Kinderwunsch eher unterschätzt. Denn auch bei gesunder, ausgewogener und abwechslungsreicher Ernährung besteht bei manchen Mikronährstoffen ein Risiko für eine Unterversorgung. An erster Stelle stehen dabei Folsäure und Jod. Wer sich vegan ernährt, muss außerdem auf seine Vitamin-B12-Versorgung achten. Ebenfalls wichtig ist die Versorgung mit Eisen und Omega-3-Fettsäuren (Docosahexaensäure, DHA).

Folsäure bereits bei Kinderwunsch supplementieren

So sollten Frauen nicht erst mit Beginn der Schwangerschaft, sondern bereits mit dem Kinderwunsch zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung täglich 400 µg Folsäure beziehungsweise eine entsprechende Menge anderer Folate zu sich nehmen, rät das Netzwerk Gesund ins Leben. Die Einnahme soll spätestens vier Wochen vor der Konzeption beginnen und bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche fortgesetzt werden. Kommt es zu einer ungeplanten Schwangerschaft, sollen während des ersten Schwangerschaftsdrittels 800 µg Folsäure beziehungsweise eine entsprechende Menge anderer Folate supplementiert werden, um die Speicher rasch aufzufüllen.

Eine frühe Zufuhr ausreichender Folatmengen ist wichtig, um das Risiko für Neuralrohrdefekte beim Fetus zu reduzieren. Der Verschluss des Neuralrohres erfolgt bereits vier Wochen nach der Konzeption. Zudem gibt es laut dem Netzwerk Hinweise, dass eine ausreichende Versorgung weitere positive Effekte für Mutter und Kind haben könnte, etwa ein geringeres Risiko für Frühgeburt oder perinatale Depression.

Während der Schwangerschaft spielt außerdem Jod für die neurologische und kognitive Entwicklung des Kindes eine wichtige Rolle. Bei einem ausgeprägten Mangel steigt das Risiko für entsprechende Erkrankungen. Laut dem Netzwerk Gesund ins Leben ist eine zusätzliche Gabe vor der Konzeption nicht erforderlich. Für die gesamte Zeit der Schwangerschaft empfiehlt es eine tägliche Ergänzung von 100 bis 150 µg Jod zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung. Die Empfehlung gilt für Frauen ohne Schilddrüsenerkrankungen. Ist eine solche Erkrankung bekannt, sollte die Dosierung mit dem Arzt abgestimmt werden.

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