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Flughafenmalaria
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Dritter Malaria-Toter in Frankfurt – Mückenschutz empfohlen

In Frankfurt gibt es nun drei Malaria-Tote. Ein Anwohner der Gegend um den Flughafen starb an der Infektion, wie die Stadt mitteilte. Er soll sich durch eine eingeschleppte Mücke infiziert haben. Das Gesundheitsamt Frankfurt rät zu Mückenschutz.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 18.09.2026  10:25 Uhr

Erneut ist ein Mensch in Frankfurt an Malaria gestorben. Es ist das dritte Todesopfer im Umfeld des Frankfurter Flughafens. Nach Angaben der Stadt sind bilang acht Malaria-Infektionen bekannt. Im Sommer hatten sich sechs Mitarbeiter des Flughafen-Betreibers Fraport mit der Krankheit infiziert – zwei starben. Am Dienstag wurden zwei Infizierte im Stadtteil Schwanheim gemeldet, der etwa fünf Kilometer vom Flughafen entfernt liegt – eine Person starb. Eine weitere wurde am Donnerstag noch in einer Klinik behandelt.

»Die Fälle von Flughafen-Malaria stehen alle im Zusammenhang mit dem internationalen Flughafen Frankfurt am Main«, sagt das Robert-Koch-Institut (RKI). Auch in anderen Ländern gab es Infektionen in der Nähe von Flughäfen. Neben Flughafenbeschäftigten waren bei einem Ausbruch 2020 in Belgien auch Bewohner Flughafen-naher Gebiete betroffen. Wie auch in Schwanheim wohnten die Betroffenen etwa fünf Kilometer vom Flughafen entfernt.

Was tun und raten die Behörden?

Die Behörden raten, auf Symptome und Mückenschutz zu achten. Symptome sind neben Fieber unter anderem Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden. Wichtig ist, möglichst früh einen Arzt aufzusuchen. 

Am Flughafen sind den Angaben zufolge Mückenfallen aufgestellt, um mögliche Vorkommen übertragungsfähiger Anopheles-Mücken zu erfassen. Dies werde auf das Wohnumfeld der beiden Fälle in Schwanheim ausgeweitet, kündigte das Amt an.

»Wir raten zu Mückenschutz durch Repellenzien und bedeckende Kleidung«, teilte das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main auf dpa-Anfrage mit. Ergänzend könne in den Wohnräumen Mückenschutz beispielsweise durch Fliegengitter das Risiko eines Stichs minimieren. Die Gefahr, mit Malaria infiziert zu werden, sei für die Bevölkerung in der Stadt aber als sehr gering anzusehen: »Die klimatischen Bedingungen sind für den Zyklus von Mücke und Erreger in Deutschland ungünstig.«

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