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Flughafenmalaria
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Dritter Malaria-Toter in Frankfurt – Mückenschutz empfohlen

In Frankfurt gibt es nun drei Malaria-Tote. Ein Anwohner der Gegend um den Flughafen starb an der Infektion, wie die Stadt mitteilte. Er soll sich durch eine eingeschleppte Mücke infiziert haben. Das Gesundheitsamt Frankfurt rät zu Mückenschutz.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 18.09.2026  10:25 Uhr

Wie kam es zu den Infektionen?

Ursache sollen laut Gesundheitsamt Anopheles-Mücken aus einem Malariagebiet sein, die mutmaßlich mit einem Flugzeug nach Frankfurt kamen. Die beiden Betroffenen in Schwanheim waren nicht im Ausland und arbeiten nicht am Flughafen. Dennoch geht das Gesundheitsamt davon aus, dass die Überträger-Mücke vom Flughafen kam und es sich ebenfalls um sogenannte Flughafen-Malaria handelt.

Ob die Frankfurter Fälle zusammenhängen, wird nach Angaben des Gesundheitsamts noch untersucht: »Spezialuntersuchungen im Labor können Hinweise darauf liefern, ob die Infektionen auf eine Erregerquelle zurückzuführen sind.«

Dass solche Mücken sich um einen Flughafen in einem Radius von mehreren Kilometern bewegen, geschehe ganz selten, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Peter Tinnemann. Bürger sollten sich keine Sorgen machen, aber aufmerksam sein bei Symptomen, erklärte er. »Dies gilt insbesondere für Menschen, die am oder im Umfeld des Frankfurter Flughafens arbeiten oder sich dort aufhalten beziehungsweise in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen.«

Was ist das Tückische an Flughafen-Malaria?

Im jetzigen Fall sind Anwohner des Flughafens betroffen, zuvor waren es Mitarbeiter des Betreibers Fraport. Weil sie vorher nicht in Malaria-Gebieten waren, lag der Verdacht auf die Erkrankung nicht nahe. »Eine fehlende Tropenreise bei Erkrankten kann dazu führen, dass die Diagnose erst verzögert gestellt wird. Eine verspätete Diagnosestellung erhöht das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf«, heißt es vom Robert-Koch-Institut (RKI).

Daher ruft das Frankfurter Gesundheitsamt Bürger und Bürgerinnen sowie Ärzte und Ärztinnen dazu auf, bei solchen Symptomen an Flughafen-Malaria zu denken. Die Diagnose könne per Schnelltest erfolgen. Die Inkubationszeit nach einem Mückenstich beträgt sieben bis 15 Tage. Häufig würden die ersten Anzeichen als grippaler Infekt oder Magen-Darm-Infektion fehlinterpretiert, wie es beim RKI heißt.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt es nicht. Bei Flughafen-Malaria gelangt die infizierte Mücke auf dem Luftweg etwa im Gepäckraum nach Deutschland. Möglich ist auch, dass eine Mücke in einem transportierten Koffer überlebt. In ganz seltenen Fällen ist eine Mutter-Kind-Übertragung möglich - oder eine Infektion in einem Krankenhaus.

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